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Blutige Rache an Gangmitgliedern Ex-NFL-Star wird Auftragsmord vorgeworfen

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Chris Johnson spielte eine Saison für die New York Jets.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Im Jahr 2015 wird Chris Johnson von einer verfeindeten Gang angeschossen. Für das Drive-by-Shooting sucht der ehemalige Footballspieler offenbar Vergeltung: Medienberichten zufolge soll der 34-Jährige einen Doppelmord in Auftrag gegeben haben.

Dem ehemaligen US-Footballspieler Chris Johnson wird vorgeworfen, im Jahr 2016 einen Doppelmord in Auftrag gegeben zu haben. Demnach soll der 34-Jährige einem "bekannten Gangmitglied aus Florida" eine Geldsumme in unbekannter Höhe gezahlt haben, damit dieser zwei Männer töte, berichtet das Promiportal "TMZ" unter Berufung auf entsprechende Gerichtsdokumente. Der Auftrag wurde ausgeführt. Eine Strafanzeige gegen Johnson soll bislang noch nicht erstattet worden sein.

Der Ex-NFL-Star soll die beiden Getöteten verdächtigt haben, ihn zuvor aus einem vorbeifahrenden Auto in die Schulter geschossen zu haben. Bei dem Vorfall in Orlando im März 2015 wurde auch ein Freund Johnsons getroffen, er starb durch einen Kopfschuss. "Die gesammelten Informationen deuten darauf hin, dass [die Schießerei] ein Mordversuch gegen Chris Johnson im Zusammenhang mit einer Bande war", zitiert "TMZ" aus den Gerichtsdokumenten.

Die zwei verdächtigen Männer wurden 2016 getötet - einer im Januar, der andere im Juni. "TMZ" zufolge soll Johnson dem Bandenführer und Schützen Dominic Bolden im Gegenzug für den Doppelmord nicht nur bezahlt, sondern auch eine bislang unbekannte Person vermittelt haben, die Bolden dabei helfen sollte, eine Organisation für den Drogenhandel aufzubauen. Johnsons Pressesprecher wiesen alle Vorwürfe zurück.

Johnson spielte von 2008 bis 2013 für die Tennessee Titans auf der Position des Runningbacks. Anschließend wechselte er zu den New York Jets, bevor er 2015 von den Arizona Cardinals unter Vertrag genommen wurde. 2017 beendete der dreimalige Pro-Bowler seine NFL-Karriere. Das Drive-by-Shooting bezeichnete er im Interview mit "CBS Sports Radio" als eine "lebensverändernde Erfahrung", die ihm gezeigt habe, dass er das Leben genießen solle. "Denn genauso leicht, wie es einen meiner besten Freunde getroffen hat, der direkt neben mir saß - derjenige, der getötet wurde -, hätte es mich treffen können."

Quelle: ntv.de, lri