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Absage für Bahrain und Vietnam Formel 1 weiß nicht, wann sie erstmals fährt

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(Foto: imago images/HochZwei)

Erst China, dann Australien, jetzt Vietnam und Bahrain: Die Formel 1 reagiert auf das Coronavirus und sagt das für Anfang April geplante Premieren-Rennen in Hanoi ab. Auch Bahrain sieht kein Rennen. Damit hat die Motorsport-Königsklasse inzwischen die ersten vier Grands Prix der Saison 2020 gestrichen.

Die Formel 1 hat nun auch die nächsten Rennen in Bahrain und Vietnam wegen der Coronavirus-Pandemie auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben. Dies teilte die Königsklasse des Motorsports am Freitag mit. Der Grand Prix in Bahrain sollte eigentlich am 22. März vor leeren Rängen ausgetragen werden. Die Premiere in Hanoi war für den 5. April geplant. Die Rennserie will gemeinsam mit den Veranstaltern nach neuen Terminen in diesem Jahr für die beiden WM-Läufe suchen. Zuvor war das für Sonntag geplante Rennen in Australien kurzfristig abgesagt worden. Auch der Grand Prix in China wird nicht am 19. April stattfinden.

Der Formel 1 zufolge sei geplant, eng mit den Veranstaltern in Bahrain und Vietnam zusammenzuarbeiten, um einen Nachholtermin zu finden. "Die weltweite Situation rund um Covid-19 ist schwer einzuschätzen", sagte Formel-1-Chef Chase Carey: "Wir haben deshalb unsere Entscheidung gemeinsam mit den Veranstaltern getroffen, um die Sicherheit aller Beteiligten in der Formel 1 nicht zu gefährden." Damit fallen die ersten vier geplanten Rennen des Jahres der Pandemie zum Opfer.

Der Saisonstart würde nach aktuellem Stand beim niederländischen Grand Prix am 3. Mai in Zandvoort erfolgen. Auch das sei allerdings noch unter Vorbehalt, dies werde "regelmäßig überprüft". Und offenbar steht auch der Zandvoort-Termin - es wäre der erste Niederlande-GP seit 1985 -  und der Lauf in Spanien am 10. Mai zur Disposition, denn: Es sei damit zu rechnen, dass die Saison erst Ende Mai beginne. Dort ist für den 24. Mai der Große Preis von Monaco terminiert, darauf folgt am 7. Juni das Rennen in Aserbaidschan.

Fia-Präsident Jean Todt wird in der F1-Mitteilung mit den Worten zitiert, es gehe "zuerst darum, die Menschen zu schützen." Dem Chef des Motorsport-Weltverbands zufolge stehe dieser in engem Kontakt mit der Weltgesundheitsorganisation WHO und den jeweiligen Regierungen. "Wir werden mit ihnen während dieser unvorhersehbaren Zeit zusammenarbeiten, um die Sicherheit der Fans, der Fahrer und Teams sowie der gesamten Motorsport-Community sicherzustellen."

Quelle: ntv.de, tsi/dpa/sid