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Erfolgreicher zweiter Tag bei US Open Fünf Deutsche kommen weiter

"Deutscher Tennis-Dienstag“ bei den US Open: In Sabine Lisicki, Julia Görges, Andrea Petkovic, Benjamin Becker und Philipp Petzschner zogen am zweiten Turniertag fünf Deutsche in die zweite Runde ein. Auch Nadal und die anderen Titel-Favoriten sind erfolgreich.

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Wimbledon-Doppel-Sieger Philipp Petzschner ist für sein enormes Ballgefühl bekannt. Bisher hilft es ihm auch bei den US Open.

Die deutschen Profis werden bei den tropischen Tennis-Tagen von New York allmählich warm. Am Dienstag entledigte sich bei den US Open gleich ein Quintett mit Bravour seiner Auftakt-Aufgaben: Sabine Lisicki, Julia Görges, Andrea Petkovic, Benjamin Becker und Philipp Petzschner folgten dem zum Auftakt erfolgreichen Andreas Beck. Mit dem Sieger des deutschen Duells zwischen Philipp Kohlschreiber und Tobias Kamke wird später noch ein siebter der 16 gestarteten Deutschen die zweite Runde erreichen.

Die beiden Topgesetzten des Turniers kamen ohne Satzverlust weiter: Der Spanier Rafael Nadal musste gegen den Russen Teimuras Gabaschwili allerdings zwei Tiebreaks überstehen und hatte mehr Mühe als die Dänin Caroline Wozniacki beim 6:1, 6:1 gegen Chelsey Gullickson aus den USA. Bei den Herren kamen auch die beiden US-Amerikaner James Blake und Mardy Fish weiter.

Von den Deutschen hatten tagsüber zunächst Petzschner, Görges und Becker bei Temperaturen von mehr als 35 Grad erfolgreiche Hitzeschlachten absolviert. Als Lisicki und Petkovic dann am Abend unter Fluchtlicht nachzogen, zeigte das Thermometer immer noch 30 Grad an. Dennoch lief Petkovic gegen Nadja Petrowa aus Russland richtig heiß. „Die Hitze macht mir nichts aus, ich bin topfit und hätte noch drei weitere Sätze spielen können“, betonte Petkovic. Die 22-Jährige lag bereits mit 6:2, 4:2 vorn, gab den zweiten Satz dennoch mit 4:6 ab. Umso größer war die Freude der Fed-Cup-Spielerin, als sie nach 2:32 Stunden im Tiebreak des dritten Durchgangs gegen die Nummer 17 der Setzliste ihren ersten Matchball zum 7:6 (7:4) nutzen konnte. „Das war mein bestes Match des Jahres. Ich habe schon öfter knappe Begegnungen gegen Top-Spielerinnen verloren. Aber heute habe ich mental nie aufgegeben und ich habe mittlerweile auch Erfahrung“, freute sich Petkovic.

Comeback von Lisicki

In beeindruckendem Tempo meldete sich Sabine Lisicki zurück. In ihrem ersten Match bei einem der vier Grand-Slam-Turniere seit dem Zweitrunden-Aus bei den Australien Open spielte die Berlinerin grandios auf. Nach nur 47 Minuten und einer 6:1, 6:0-Lektion für Coco Vandeweghe aus den USA durfte Lisicki schon wieder vom Platz. „Ich habe nichts erwartet, wollte mich auf jeden Punkt konzentrieren und kämpfen. Dass es so glatt geht, hätte ich nicht gedacht“, sagte die 20-Jährige erfreut. Aufgrund einer Knöchelverletzung konnte sie viereinhalb Monate nicht spielen, trug sogar sechs Wochen Gips. Wie gut Lisicki tatsächlich wieder ist, wird der Härtetest in Runde zwei gegen die russische Wimbledon-Finalistin Vera Swonarewa zeigen. Lisicki scheiterte in Flushing Meadows bislang zweimal in Runde zwei, vor einem Jahr war sie dabei umgeknickt und musste mit einem Rollstuhl vom Platz gefahren werden.

Mühelos und ohne Satzverlust weiter kamen auch Görges gegen Romina Oprandi aus Italien, Becker gegen den Deggendorfer Daniels Brands und Petzschner gegen Dusan Lojda aus Tschechien. Der Bayreuther trifft nun auf den serbischen Weltranglisten-Dritten Novak Djokovic.

Vergeblich mühten sich indes Rainer Schüttler und Florian Mayer auf Nebenplatz zehn, der tags zuvor bereits für Simon Greul zur deutschen Stolperfalle avancierte. Oldie Schüttler, mit 34 Jahren der Älteste aller 128 Profis, schuftete gegen den französischen Qualifikanten Benoit Paire letztlich 3:31 Stunden und fünf Sätze vergebens. Mayer stand gegen Florent Serra aus Frankreich auf verlorenem Posten und verlor klar in drei Sätzen.

Quelle: n-tv.de, dpa

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