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Keine Empfehlung fürs WM-Finale Referee Stark mit schwachem Tag

Nach drei Patzern im Achtelfinale zwischen Uruguay und Südkorea (2:1) droht dem deutschen Fifa-Referee Wolfgang Stark das vorzeitige Aus bei der Fußball-WM in Südafrika - unabhängig vom Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft.

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Schiedsrichter Wolfgang Stark: Die Partie zwischen Uruguay und Südkorea war nicht sein bester Auftritt.

(Foto: dpa)

Der Traum vom Finale könnte für den in seinen ersten beiden WM-Einsätzen souveränen Bundesliga-Schiedsrichter Wolfgang Stark möglicherweise schon geplatzt sein. Grund ist die wenig souveräne Leistung des deutschen Schiedsrichtergespanns im ersten WM-Achtelfinalspiel zwischen Uruguay und Südkorea. In der ersten Halbzeit hatte Starks Assistent Jan-Hendrik Salver bei einer klaren Torchance der Uruguayer fälschlicherweise Abseits angezeigt. Luis Suarez wäre beim Stand von 1:0 für die Südamerikaner in der 27. Minute frei durch gewesen. Kurz vor dem Seitenwechsel verweigerte Stark Uruguay einen klaren Elfmeter, als Ki Sung-Yueng in der 44. Minute nach einem Schuss von Maximiliano Parreira im eigenen Strafraum mit der Hand zum Ball ging.

Der frühere Schweizer Fifa-Schiedsrichter Urs Meier stellte im ZDF zwar etwas widersprüchlich fest, "es war keine natürliche Handbewegung, aber man muss das nicht pfeifen". Die folgende Einschätzung "Er hat alles richtig gemacht!" darf aber getrost als Freundschaftsdienst von Referee zu Referee angesehen werden, da Meier bei seinen Einschätzungen generell nie um Ausreden und Begründungen für Schiedsrichterfehler verlegen ist.

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Warum man im Strafraum bei einer unnatürlichen Handbewegung zum Ball keinen Elfmeter pfeifen muss, das müssen sie ZDF-Experte Urs Meier fragen.

(Foto: AP)

Im zweiten Abschnitt wurde es dann im Strafraum der Uruguayer erneut heikel für Stark. Uruguays Edinson Cavani kam im eigenen Sechzehner zu spät und trat Sung-Yueng Ki gegen das Schienbein, doch die Pfeife von Stark blieb erneut stumm. Offenbar war sich Referee Stark in einigen wichtigen Situationen zu unsicher, um klar zu entscheiden.

Stark, der in den Vorrundenspielen zwischen England und Slowenien (1:0) sowie Argentinien und Nigeria (1:0) nahezu fehlerfreie Leistungen abgeliefert hatte, bemühte sich in einem über weite Strecken fairen Spiel zwar um eine klare Linie, zeigte dabei aber immer wieder unkonzentrierte Momente. Zumindest seine Mimik und Gestik sowie der persönliche Umgang mit den Spielern waren einmal mehr eines internationalen Referees würdig. Zudem lag er bei der Vergabe der Gelben Karten gegen Jung-Woo Kim (38.), Du-Ri Cha (69.) Young-Hyung Cho (83.) richtig.

Quelle: ntv.de, cwo/dpa/sid