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Kraft siegt vor deutschem Duo Geigers ungewöhnliche Serie endet in Rasnov

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Sieg nur knapp verfehlt: Karl Geiger.

(Foto: imago images/Eibner Europa)

Auch in Rumänien beweist Karl Geiger seine Stärke auf der Normalschanze. Hinter dem Österreicher Stefan Kraft landet der deutsche Skispringer auf dem Podium, mit ihm ein weiterer DSV-Adler. Rückkehrer Severin Freund liegt deutlich weiter hinten und ist dennoch hochzufrieden.

Der "Herrscher der Normalschanzen" musste Federn lassen, durfte sich aber dennoch freuen: Karl Geiger, der zuvor alle drei Skispringen der Saison von den kleinen Bakken gewonnen hatte, musste sich am Samstag im rumänischen Rasnov mit Platz zwei begnügen. Der Oberstdorfer sprang bei ungünstigen Bedingungen auf 99,5 und 96 Meter und lag mit 266,7 Punkten nur hinter seinem österreichischen Rivalen Stefan Kraft (270,3).

Kraft, der am Vortag beim Doppelsieg von Geiger und Stephan Leyhe Dritter geworden war, drehte tags drauf den Spieß um, egalisierte zunächst mit 103 Meter den Schanzenrekord und verteidigte die Führung mit einem Satz auf 97,5 Meter. Mit 1433 Punkten baute Kraft die Führung im Weltcup wieder aus, Geigers Rückstand beträgt vor den letzten sechs Springen nunmehr 118 Zähler.

Schmid zeigt starke Nerven

103 Meter wie Kraft waren im ersten Durchgang bei leichtem Aufwind auch Österreichs Altstar Gregor Schlierenzauer und Constantin Schmid gesprungen. Der 20-Jährige behielt im zweiten Durchgang mit einem Sprung auf 96,5 Meter die Nerven und durfte mit 260,2 Punkten erstmals in seiner Karriere das Podest besteigen. "Ich bin sehr zufrieden", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher in der ARD nach dem zweiten doppelten Podestplatz in Folge, "Karl hat tolle Sprünge gezeigt. Das war Pech mit den Bedingungen." Ein Sonderlob hatte Horngacher auch für Schmid übrig: "Constantin war wie ausgewechselt."

Grund zur Freude hatte bei seinem zweiten Springen nach dem Comeback auch Severin Freund. Der Ex-Weltmeister erhielt für Platz 29 seine ersten beiden Weltcuppunkte der Saison. Sein erster offizieller Auftritt nach fast 14 Monaten Pause war am Freitag als 32. vorzeitig beendet gewesen. "Gratulation an Severin, das war ein Schritt nach vorn", meinte Horngacher. "Das tut sehr gut", sagte Freund und blickte noch einmal zurück: "Es gab immer wieder Phasen, in denen es körperlich nicht so toll lief. Der erste Sprung war gut, der zweite ist mir nicht wirklich gelungen."

Rückkehrer Freund hat Lust auf mehr

Rasnov war der erste Schritt zum großen Ziel Heim-WM 2021 in Oberstdorf. Geht es nach Freund, sollen weitere schnell folgen. "Wenn ich zum nächsten Weltcup nach Lahti mitgenommen werde, freue ich mich. An die Schanze habe ich gute Erinnerungen", sagte der Mannschafts-Olympiasieger von Sotschi 2014, der im Jahr darauf auch den Gesamt-Weltcup gewonnen hatte.

Der am Freitag zweitplatzierte Stephan Leyhe konnte nicht ganz an seinen Glanzauftritt anknüpfen und fand sich mit 252,8 Punkten auf Rang sieben wieder. Dreifach-Weltmeister Markus Eisenbichler (244,3) wurde 14., Pius Paschke (235,2) landete auf Rang 21.

Quelle: ntv.de, sgi/tsi/sid