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Der "Handballgott" kehrt heim Gensheimer spielt wieder für die Löwen

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"Unser Uwe is coming home."

(Foto: REUTERS)

Der Kapitän ist wieder an Bord: Nach drei Jahren beim französischen Spitzenklub Paris St. Germain spielt Uwe Gensheimer, der Kapitän der deutschen Handball-Nationalmannschaft, ab dem Sommer wieder bei den Rhein-Neckar Löwen. Damit schließt sich ein Kreis.

Er kehrt wohl in seine Heimat zurück - und die Fans sind aus dem Häuschen. "Unser Uwe is coming home YES!!!!!!!!!" und "Uwe! Uwe! Uwe!" schrieben Fans der Rhein-Neckar Löwen in den sozialen Netzwerken: Die bevorstehende Rückkehr ihres Lieblings Uwe Gensheimer in die Handball-Bundesliga versetzte die Szene in Aufregung. Am morgigen Mittwoch um 10.00 Uhr soll das Geheimnis gelüftet werden, das eigentlich keines mehr ist. Die Einladung zur außerordentlichen Pressekonferenz war erst wenige Minuten alt, da vermeldete der in Löwenfragen stets gut informierte "Mannheimer Morgen" die Rückkehr des Linksaußen.

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Abschied aus Mannheim im Mai 2016: Uwe Gensheimer.

(Foto: imago/Eibner)

Gensheimer, der von 2003 bis 2016 bei den Löwen unter Vertrag stand und rund um Mannheim seither als "Handballgott" verehrt wird, soll ab Sommer wieder das Trikot der Badener tragen. Dann läuft der Vertrag des 32-Jährigen beim französischen Spitzenklub Paris St. Germain aus. Der Bundesligist blockte alle Nachfragen zu dem Thema ab, bestätigte nur, dass es sich bei dem Termin um eine "zukunftsweisende Entscheidung" handele. Der Zeitpunkt für die Verkündung des Transfercoups ist gut gewählt, drei Tage nach dem Ende der Heim-WM ist der Name Gensheimer in aller Munde. Zumal der Nationalmannschafts-Kapitän, über dessen Rückkehr nach Mannheim in Handballkreisen seit Monaten spekuliert worden war, ungeachtet des bitteren vierten Platzes ein sehr gutes Turnier spielte.

"Bester Linksaußen der Welt"

Anführer, Antreiber, Top-Torschütze: Mit Gensheimer kehrt der deutsche Handball-Star zurück. Der frühere Nationalspieler Stefan Kretzschmar, selbst ein begnadeter Flügelspieler, adelte den 32-Jährigen in der "Sport Bild" als den "ohne Zweifel besten Linksaußen der Welt". Mit seiner Wurftechnik sei Gensheimer "ein anatomisches Wunder", Kretzschmar verglich ihn mit einem "Schlangenmenschen". Gensheimer selbst machte in den vergangenen Monaten keinen Hehl daraus, gerne noch einmal für die Löwen auflaufen zu wollen. In Mannheim wurde der Familienvater zum Profi, er hievte den Klub mit in die nationale Spitze und führte ihn 2016 zum Gewinn der ersten deutschen Meisterschaft in der Vereinsgeschichte.

Als der Linksaußen nach Paris wechselte, hinterließ er eine riesige Lücke. Schon im Herbst bestätigte Löwen-Managerin Jennifer Kettemann Gespräche mit Gensheimers Management. "Wenn Uwe zurück zu den Löwen wollen würde, werden wir immer alles dafür tun, das auch hinzubekommen. Unsere Arme für Uwe sind immer offen", sagte sie dem "Mannheimer Morgen". Das verwundert kaum. Gensheimer war jahrelang das Gesicht des Klubs, galt zum Ende seiner Zeit als unangefochtener "König der Löwen".

Gensheimer, der im Mannheimer Stadtteil Friedrichsfeld aufwuchs und dessen Konterfei Straßenbahnen ziert, war schon dabei, als die Löwen bis 2007 noch SG Kronau/Östringen hießen und in den Niederungen der zweiten Liga spielten. Bei den Löwen erlebte er einen kometenhaften Aufstieg, wurde zu Deutschlands Handballer der Jahre 2011, 2012, 2013 und 2014 und zum absoluten Superstar der Branche. Im Sommer schließt sich der Kreis.

Quelle: n-tv.de, Christoph Stukenbrock, sid

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