Sport

Coach Bosz lehnte ab wegen Wirtz Götze wollte eigentlich zu Bayer Leverkusen

2a1fdff25f4d016f1bc1298e43e61245.jpg

Neuzugang bei PSV Eindhoven: Mario Götze wollte ursprünglich aber wohl zu Bayer Leverkusen wechseln.

(Foto: imago images/Pro Shots)

Mario Götze will die Champions League gewinnen. Das hätte er mit Europa-League-Teilnehmer Leverkusen in diesem Jahr nicht schaffen können. Dennoch zieht es den Rio-Weltmeister vor seinem Wechsel zur PSV Eindhoven ursprünglich zur Werkself. Trainer Bosz lehnt ab - wegen eines 17-Jährigen.

Noch am Montagabend, dem letzten Tag des Transferfensters, hatte der ablösefreie, weil vertragslose, Mario Götze drei Wochen nach dem Saisonstart noch keinen neuen Verein gefunden. Dann endlich, am Dienstag, fand er ihn: Der Siegtorschütze beim WM-Finale 2014 spielt ab sofort für die PSV Eindhoven. Bei den Niederländern unterzeichnete der 28-Jährige einen Zweijahresvertrag.

Ursprünglich war sein Plan aber wohl ein anderer: Ex-Weltmeister Götze wäre vor dem überraschenden Transfer zu Eindhoven nach Aussage von Trainer Peter Bosz gerne zu Bayer Leverkusen gewechselt. "Er wollte gerne nach Leverkusen kommen, aber wir haben auf der Position auch den jungen Florian Wirtz rumlaufen", sagte Leverkusens niederländischer Trainer Bosz der Zeitung "De Telegraaf" (Samstag).

Bosz, der Götzes Trainer in Dortmund war, hat nach eigenen Angaben noch immer guten Kontakt zu dem 28-Jährigen. Der Wechsel in die Eredivisie habe ihn aber überrascht. "Jemanden wie Mario Götze erwartet man bei einem großen Klub in einem großen Fußballland. PSV ist zwar ein großer Club, aber in einem kleineren Fußballland."

Champions League weder mit Bayer noch PSV

Er habe sich nach reiflicher Überlegung für die Eredivisie entschieden, "um wieder Spaß zu haben", sagte Götze dagegen bei seiner Vorstellung in Eindhoven. Einfach nur raus aus dem Fokus, der in Deutschland ständig auf ihn gerichtet war. "Das spielt auch eine Rolle und ist ein positiver Nebeneffekt", betonte ein entspannter Rio-Weltmeister. Ausschlaggebend für seine Entscheidung sei auch PSV-Coach Roger Schmidt gewesen, mit dem er schon einige Wochen in Kontakt stand. Er sei "der richtige Trainer mit der richtigen Philosophie", hatte Götze gesagt.

Götze hatte in der "Bild" kurz vor seinem Wechsel nach Holland mit Blick auf die Zukunft gesagt: "Ich habe ehrgeizige Ziele und will unbedingt noch die Champions League gewinnen. Das treibt mich jeden Tag, in jeder Einheit an. Ich will meine Karriere nicht beenden, ohne diesen Titel einmal gewonnen zu haben." Bayer Leverkusen sowie PSV Eindhoven spielen aber nur in der Europa League.

Nach mehr als zehn Jahren in der Bundesliga mit den Stationen Borussia Dortmund und Bayern München sucht Götze beim 24-maligen niederländischen Meister eine neue Herausforderung. Bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien hatte Götze im Finale das entscheidende Tor zum 1:0 gegen Argentinien erzielt und die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zum vierten WM-Titel geschossen.

Quelle: ntv.de, dbe/dpa