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Bitterer Tag bei PGA-Turnier Golfprofi Tiger Woods muss erstmals aufgeben

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Nicht mehr der alte: Tiger Woods.

(Foto: IMAGO/UPI Photo)

Nach seinem schweren Autounfall im Frühjahr 2021 findet Tiger Woods noch nicht zu alter Stärke zurück. Der Golfstar hat offensichtlich Schmerzen, humpelt über den Rasen und verbucht eine erschütternd schlechte Runde beim PGA Championship in Tulsa. Kurz darauf zieht er die Konsequenzen.

Golf-Superstar Tiger Woods wird nicht zur Finalrunde der 104. PGA Championship in Tulsa antreten. Der 46 Jahre alte Kalifornier gab zum ersten Mal in seiner Profi-Karriere bei einem Major-Turnier auf. Rund vier Stunden nachdem der 15-malige Major-Sieger die dritte Runde unter Schmerzen beendet hatte, teilte Woods den Veranstaltern mit, dass er am heutigen Sonntag im Southern Hills Country Club nicht an den Start gehen werde.

"Nun, ich bin wund. Ich weiß, das ist eine Tatsache. Wir werden etwas arbeiten und sehen, wie es läuft", hatte Woods am Samstag direkt nach der schwachen 79er-Runde auf dem Par-70-Kurs im US-Bundesstaat Oklahoma gesagt und damit seine Teilnahme am Schlusstag infrage gestellt. Eine weitere Erklärung für seine Aufgabe lieferte er bislang nicht. In der Gesamtwertung lag die langjährige Nummer eins der Welt mit 222 Schlägen weit zurück.

Für Woods war es erst das zweite PGA-Turnier seit seinem schweren Autounfall im Februar 2021, bei dem er sich sein rechtes Bein mehrfach gebrochen hatte. Die Witterungsbedingungen in Oklahoma, wo die Temperatur am Samstag lediglich 13 Grad betrug, setzten dem 46-Jährigen offensichtlich zu. Woods humpelte während der dritten Runde phasenweise über den Platz, immer wieder schüttelte er den Kopf. Tiefpunkt war ein Triple-Bogey an der 6, vom neunten bis zum 13. Loch musste Woods zudem zum ersten Mal in seiner Karriere bei einem der vier großen Turniere fünf Bogeys in Folge hinnehmen. An der 15 verzeichnete er seinen einzigen Schlaggewinn des Tages.

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"Ich habe einfach nicht gut gespielt. Ich habe den Ball nicht gut getroffen und hatte nicht den Start, den ich gebraucht hätte", bilanzierte Woods. "Ich hatte nie wirklich einen Schwung auf meiner Seite." Erst einmal hatte Woods zuvor bei einem Major aufgegeben: vor 27 Jahren als Amateur bei seinem US-Open-Debüt.

In Führung liegt vor der Schlussrunde am Sonntag der Chilene Mito Pereira, der drei Schläge Vorsprung auf den Engländer Matthew Fitzpatrick und Will Zalatoris aus den USA hat. Mit insgesamt 201 Schlägen liegt der 27-Jährige neun Schläge unter Par und darf sich große Hoffnungen auf den ersten Majorsieg seiner Karriere machen. Nicht mehr dabei sind die deutschen Starter Martin Kaymer (Mettmann) und Alex Cejka (München), die den Cut verpasst hatten.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa/sid

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