Sport

Vertragsverlängerung geplant HSV will Beiersdorfer halten

Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer steht vor einer Vertragsverlängerung beim Hamburger SV. Der elfköpfige Aufsichtsrat des Bundesligisten will sich bereits am kommenden Montag mit der Personalie beschäftigen.

"Dietmar Beiersdorfer macht einen tollen Job", sagte der Aufsichtsrats-Vorsitzende Horst Becker über den 43-Jährigen, dessen Vertrag im März kommenden Jahres ausläuft. Durch seine harte Linie im Wechseltheater um Rafael van der Vaart hat Beiersdorfer viele Punkte gesammelt und gezeigt, dass er aus der Vergangenheit mit den schmerzlichen Verkäufen von Khalid Boulahrouz und Daniel van Buyten seine Lehren gezogen hat. "Die Erfahrungen mit Boulahrouz waren sehr lehrreich", betonte Becker.

Hoffen auf Kontinuität

Fast wäre Beiersdorfer über seine Fehler in der Vorsaison gestolpert. Als er trotz der sportlichen Talfahrt bis zuletzt an Trainer Thomas Doll festhielt und sein Schicksal mit dem des Weggefährten verband, rückte sogar der Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann von ihm ab. Einzig der Wechsel an der Spitze des Aufsichtsrates verhinderte, dass Beiersdorfer mit Doll gehen musste. Denn Becker wollte Ruhe im Verein.

Das Blatt wendete sich, als der Traditionsclub mit Trainer Huub Stevens wieder auf die Erfolgsstraße zurückkehrte. Sogar Hoffmann wirbt für eine weitere Zusammenarbeit mit seinem Vorstandskollegen: "Ich hoffe, dass die Kontinuität in den nächsten Jahren gewahrt bleibt", sagte er dem "Hamburger Abendblatt".

Kein normaler Job

War Beiersdorfer in den vergangenen fünf Jahren manchen Kritikern zu weich im Umgang mit den Profis, loben ihn viele nun für seine Aufbauarbeit im Nachwuchsbereich und seine Neuverpflichtungen. Das von Beiersdorfer aufgebaute Scouting-System hat sich entwickelt, die Trainingsbedingungen sind die modernsten in Europa.

"Ich habe mich nie zu wichtig genommen, mir geht es um den Erfolg des HSV", beteuert der ehemalige Kapitän der Hamburger. Dennoch verhehlt er nicht, dass die Aufgabe für ihn mehr ist als ein normaler Job.

Quelle: ntv.de