Sport

Deutscher knackt den Poker-Jackpot Heinz räumt 8,7 Mio Dollar ab

1320829404.jpg5299225713556450675.jpg

Ab sofort Multimillionär: Pius Heinz aus Deutschland.

(Foto: AP)

Am Ende sind es noch drei Spieler, die in Las Vegas um den großen Jackpot spielen. Der ist mit 8,7 Millionen Dollar gefüllt - und geht letztlich an Pius Heinz. Nach seinem Triumph teilt der 22-Jährige pathetisch mit: "Hiermit verkünde ich stolz, dass ich der Poker-Weltmeister 2011 bin! Ich habe für Deutschland gewonnen."

1320829593.jpg6030691578821416871.jpg

Der 22-Jährige nimmt aus Las Vegas 8,7 Millionen Dollar mit nach Hause.

(Foto: AP)

Pius Heinz hat sich im Spielerparadies Las Vegas zum König der Zocker gekrönt. Als erster deutscher Spieler gewann er das Finale der World Series of Poker und strich den Jackpot von 8,7 Millionen Dollar ein. Der 22-Jährige schlug am Finaltisch den Amerikaner Ben Lamb und den Tschechen Martin Staszko.

"Hiermit verkünde ich stolz, dass ich der Poker-Weltmeister 2011 bin! Ich habe für Deutschland gewonnen", teilte Heinz anschließend auf seiner Facebook-Seite mit. Schon vor seinem großen Triumph hatte er sich ganz entspannt gezeigt. "Ich fühle überhaupt keinen Druck. Ich freue mich einfach darüber, so weit gekommen zu sein. Was jetzt noch passiert, passiert eben", erklärte er vor dem ersten Finaltag.

Der Student der Wirtschaftspsychologie hatte schon vor der Finalrunde der besten Neun von 6865 Spielern 530.000 Euro sicher. Heinz war als Siebtplatzierter ins Rennen um die Millionen gegangen.

"Heinz gehört zu der jungen Generation, die Poker im Internet gelernt hat. Sie setzt sich mit Psychologie und Mathematik auseinander. Die ältere Generation spielt mehr nach Bauchgefühl. Pius Heinz ist ein aggressiver Spieler, er ist sehr risikofreudig", sagte Poker-Experte Dominik Kofert, Gründer der weltweit größten Online-Poker Learning Community PokerStrategy.

"Beim Pokern handelt es sich um ein gemischtes Spiel. Da geht es um Glück und Können. Die Kartenverteilung ist zufällig, aber man kann die Karten, die man bekommt, gut oder schlecht spielen", würdigte Kofer die Leistung des Deutschen: "Ein guter Spieler macht aus den Karten, die er bekommt, viel mehr." Heinz hat aus ihnen 8,7 Millionen Dollar gemacht.

Quelle: ntv.de, sid/dpa