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Olympiareif: der deutsche Slalomfahrer Linus Straßer.
Olympiareif: der deutsche Slalomfahrer Linus Straßer.(Foto: picture alliance / Jean-Christop)
Sonntag, 14. Januar 2018

Slalom-Showdown in Wengen: Hirscher dominiert, Straßer packt Olympia

Knapp vier Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele erkämpft sich Slalom-Talent Linus Straßer beim Klassiker in Wengen doch noch sein Startrecht für Südkorea. Beim Premieren-Sieg von Superstar Marcel Hirscher erlebt Fritz Dopfer derweil ein Desaster.

Ski-Rennläufer Linus Straßer hat nach langem Anlauf das Ticket für die Olympischen Spiele in Pyeongchang (9. bis  25. Februar) gelöst. Der Münchner nutzte als Neunter in Wengen mit seinem zweitbesten Weltcup-Slalom die drittletzte Qualifikationsmöglichkeit. Von Weltmeister Marcel Hirscher (Österreich), der den traditionsreichen Slalom am Männlichen erstmals gewann, trennten Straßer 3,44 Sekunden. Zweiter wurde der Norweger Henrik Kristoffersen (+0,93), Andre Myhrer aus Schweden fuhr auf Rang drei (+1,72).

Mit 53 Weltcupsiegen fehlt Hirscher noch ein Erfolg, um seinen legendären Landsmann Hermann Maier auf Rang zwei der "ewigen" Bestenliste einzuholen. Einsam an der Spitze thront Ingemar Stenmark (Schweden/86 Siege). "Wengen-Sieger klingt schon sehr gut", sagte Hirscher im ORF, "aber wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich lieber in Kitzbühel gewinnen." Dort peilt der 28-Jährige am Sonntag seinen sechsten Slalom-Sieg im Weltcup nacheinander an. "Unschlagbar ist für mich ein Unwort, das gibt es im Skisport nicht", sagte er, "ich hatte im zweiten Lauf schon auch ein paar Zauberer drin."

Sebastian Holzmann erreichte mit Rang 18 seine beste Weltcup-Platzierung. "Damit bin ich soweit zufrieden", sagte er. "Auch wenn noch mehr drin gewesen wäre. Mit mehr Erfahrung kann man sich da Step by Step hin tasten." Straßer sagte: "Ich habe Wengen noch nie so schwer erlebt. Oben war es extrem eisig, unten weicher. Das war sehr schwierig vom Kopf her." Er war "nicht wirklich zufrieden" mit seiner Vorstellung, "beim Fahren habe ich gemerkt, dass mehr drin war".

Spitzenfahrer Fritz Dopfer erlebte derweil ein Desaster, verpasste als 35. den zweiten Durchgang.  Das Ticket für Olympia hat er aber dennoch bereits sicher, ebenso wie nun Straßer, Riesenslalom-Spezialist Alexander Schmid und die Speedfahrer Josef Ferstl, Andreas Sander und Thomas Dreßen. Qualifiziert wären auch Felix Neureuther und Stefan Luitz, die beide wegen eines Kreuzbandrisses aber nicht antreten können.

Quelle: n-tv.de