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IOC wählt Präsidenten Jacques Rogge bleibt Chef

Jacques Rogge ist für weitere vier Jahre als IOC-Präsident wiedergewählt worden. Die 121. Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) sprach dem 67 Jahre alten Belgier in Kopenhagen mit 88 Ja-Stimmen der 93 IOC-Mitglieder das Vertrauen aus.

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Vier Jahre noch: Jacques Rogge.

(Foto: dpa)

Es gab eine Nein-Stimme, drei IOC-Mitglieder hatten sich enthalten. Rogge, der seit Juli 2001 IOC- Präsident ist, trat zur Wiederwahl für seine letzte Amtszeit ohne Gegenkandidat an. In vier Jahren darf Rogge laut IOC-Charta nicht erneut kandidieren.

Rogge bestand auf einer geheimen Abstimmung, nachdem er zuvor den Vorschlag des früheren Fifa-Präsidenten Joao Havelange abgelehnt hatte, sich per Akklamation wählen zu lassen. Rogge hatte die Präsidentschaft 2001 als Nachfolger des Spaniers Juan Antonio Samaranch übernommen und war damals in Moskau für eine erste achtjährige Amtszeit gewählt worden. Er ist überhaupt erst der achte IOC-Präsident seit 1894.

Jacques Rogge genießt unter den IOC-Mitgliedern höchstes Ansehen, was sich auch im Wahlergebnis zeigte. Für die Präsidentschaft hatte der Chirug vor acht Jahren seinen Beruf aufgegeben und war nach Lausanne übergesiedelt. Der dreimalige Olympia-Teilnehmer im Segeln (1968, 1972 und 1976) und frühere Rugby-Nationalspieler ist seit 1991 im IOC, seit 1998 in der Exekutive. Einen Namen machte sich Rogge, als er die Koordinierungskommission für die Sommerspiele in Sydney leitete, die später zu einem überwältigenden Erfolg wurden.

Quelle: n-tv.de, dpa/sid

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