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Zweiter Sieg bei der Schach-WM Jungstar Carlsen baut Führung aus

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Der Norweger Magnus Carlsen führt bei der Schach-WM nun 4:2 gegen Titelverteidiger Viswanathan Anand.

(Foto: REUTERS)

Nach vier Remis zum Auftakt setzt sich Herausforderer Magnus Carlsen bei der Schach-WM nun etwas ab. Der junge Norweger feiert den zweiten Sieg in Folge über Titelverteidiger Viswanathan Anand und führt zur WM-Halbzeit komfortabel.

Herausforderer Magnus Carlsen hat im Kampf um die Schachweltmeisterschaft in Indien auch die sechste Partie gewonnen. Der 22-jährige Norweger spielte mit Schwarz und nutzte ein Versehen des Titelverteidigers Viswanathan Anand (Indien) im Turmendspiel zum erneuten Punktgewinn.

Nach fünf Stunden zwang Carlsen seinen Gegner zur Aufgabe zwang. Am Freitag hatte er seinen ersten Sieg gefeiert. Zuvor hatte es vier Remis zum Auftakt gegeben. Bei Halbzeit der WM führt der Weltranglisten-Erste nun mit 4:2.

"Ich hatte ein besseres Turmendspiel, aber ich war nicht sicher, ob ich gewinnen kann", sagte Carlsen: "Letztendlich hatte ich etwas Glück, aber darüber freue mich jetzt natürlich." Anand meinte: "Das ist ein harter Schlag für mich heute. Ich muss einfach weitermachen und darf nicht zu viel darüber nachdenken."

Spanische Partie ohne Berliner Verteidigung

Anand wählte mit den weißen Steinen die Spanische Partie, vermied aber die Berliner Verteidigung, die Carlsen in der vierten Partie beinahe den ersten Sieg eingebracht hatte. Zu Beginn des Mittelspiels sah es nach einem langwierigen strategischen Kampf aus.

Anand fand aber keinen gewinnträchtigen Plan und ließ den Abtausch vieler Figuren zu. Das Spiel verflachte und schon nach 24 Zügen entstand ein völlig ausgeglichenes Schwerfigurenendspiel.

Fatales Bauern-Opfer

Aus heiterem Himmel opferte Anand dann einen Bauern und musste ein Turmendspiel mit einem Minusbauern verteidigen. Hier zeigte Carlsen seine Spitzenklasse. Der "Mozart des Schachs" gab zwei Bauern, aktivierte seinen König und Turm und führte seinen Freibauern auf der f-Linie unaufhaltsam zur gegnerischen Grundreihe. Einen Zug, bevor der Bauer sich in eine Dame verwandeln konnte, gab Anand auf.

Der Wettkampf ist bis zum 28. November auf zwölf Partien angesetzt. Am Sonntag ist Ruhetag. Die siebte WM-Partie findet am Montag statt.

Quelle: n-tv.de, dpa/sid

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