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0,4-Sekunden-Rettung, dann Sieg Kanada ringt die Schweiz dramatisch nieder

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Mark Stone (oben) schießt Team Kanada ins Halbfinale der Eishockey-WM.

(Foto: REUTERS)

Eigentlich scheint Kanada aus der Eishockey-WM ausgeschieden, doch 0,4 Sekunden vor Ende des Viertelfinals gegen die Schweiz rettet Damon Severson das Team spektakulär in die Overtime. In der verpasst Mark Stone der Schweiz den Knockout. Topfavorit Russland hat derweil mehr Mühe als erwartet.

Top-Favorit Russland und Kanada stehen bei der Eishockey-WM als erste Halbfinalisten fest. Die Kanadier nahmen im slowakischen Kosice beim 3:2 (0:1, 1:1, 1:0) nach Verlängerung gegen die Schweiz Revanche für die Halbfinal-Niederlage im Vorjahr. Der Vize-Weltmeister führte bis 0,4 Sekunden vor dem Ende 2:1, ehe Damon Severson von den New Jersey Devils die Kanadier spektakulär in die Verlängerung rettete. Der Verteidiger hatte zweimal von der blauen Linie abgezogen - der erste Schuss wurde noch von einer Kufe geblockt, der zweite landete abgefälscht im Kasten des unfassbar starken Schweizer Goalies Leonardo Genoni. Nach minutenlangem Videobeweis der Referees - überprüft wurde, ob das Tor tatsächlich noch in der Spielzeit fiel - durften die Nordamerikaner aufatmen.

Dann traf Torjäger Mark Stone in der sechsten Minute der Overtime zu seinem siebten WM-Tor. Der Stürmer der Las Vegas Knights hatte bereits in der regulären Spielzeit (26.) getroffen. Für die Schweiz waren Sven Andrighetto (19.) von der Colorado Avalanche und Nico Hischier (40.) von den New Jersey Devils jeweils in Überzahl erfolgreich.

Russland kämpft sich ins Halbfinale

In Bratislava kämpfte sich Russland mit einem 4:3 (2:0, 0:1, 2:2) gegen die USA ins Halbfinale am Samstag. Für den Rekord-Weltmeister trafen mit Nikita Gussew (2. Minute) von SKA St. Petersburg, Kirill Kaprisow (42.) und Michail Grigorenko (48./beide ZSKA Moskau) drei Spieler aus der heimischen KHL. Zudem war Michail Sergatschow (16.) vom Tampa Bay Lightning erfolgreich. Für das US-Team schossen die NHL-Profis Brady Skjei (23./New York Rangers), Noah Hanifin (46./Calgary Flames) und Alex DeBrincat (58./Chicago Blackhawks) die Tore.

Im vergangenen Jahr war Russland noch im Viertelfinale gescheitert. In diesem Jahr hatten die Russen dagegen wie schon 2012 und 2014 alle sieben Vorrundenspiele gewonnen. In beiden Jahren waren die Russen auch Weltmeister geworden.

Quelle: n-tv.de, tno/dpa/sid

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