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Bittere Auftakt-Pleite in Paris Kerber kämpft sich umsonst zu French Open

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Angelique Kerber kämpfte umsonst: Die ehemalige Weltranglisten-Erste verlor zum fünften Mal bei den French Open gleich ihr Auftaktmatch.

(Foto: imago images / GEPA pictures)

Grippe, Knöchelverletzung, nur drei Matches auf Sand: Die Rückschläge in der Vorbereitung kann Angelique Kerber nicht wegstecken. Für die Wimbledonsiegerin sind die French Open nach einer glatten Zweisatz-Niederlage gleich wieder vorbei. Ihrer Gegnerin gelingt der erste große Sieg ihrer Karriere.

Wimbledonsiegerin Angelique Kerber ist bei den French Open schon in der ersten Runde gescheitert. Nach ihrer Zwangspause wegen einer Knöchelverletzung musste sich die Weltranglisten-Fünfte aus Kiel am Sonntag der 18 Jahre alten Russin Anastassija Potapowa klar und deutlich mit 4:6, 2:6 geschlagen geben. Nach 73 Minuten auf dem nur spärlich gefüllten Center Court verwandelte die Nummer 81 der Welt ihren dritten Matchball.

"Sie ist noch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte", analysierte die Damen-Chefin im Deutschen Tennis Bund, Barbara Rittner, im TV-Sender Eurosport und machte bei Kerber "Verunsicherung durch mangelnde Matchpraxis" aus. Nur drei Spiele hatte die 31-Jährige vor dem zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres auf Sand bestritten. Für den Fed Cup musste Kerber wegen einer Grippe absagen, beim Heimturnier in Stuttgart schied sie früh aus, in Madrid zog sie wegen einer Knöchelverletzung zurück und sagte für das Turnier in Rom ab.

Fehlende Sicherheit, fehlender Glaube

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"Ich bin super enttäuscht", sagte Kerber anschließend, "ich habe schon gehofft, dass ich ein bisschen besser spiele."Die fehlende Sicherheit auf dem ohnehin ungeliebten Belag Sand war Kerber deutlich anzumerken. Im ersten Durchgang schaffte es die deutsche Nummer eins noch, dem aggressiven Spielstil der French-Open-Debütantin etwas entgegenzusetzen. Doch insgesamt agierte Kerber viel zu passiv und zurückhaltend. Im zweiten Durchgang geriet sie schnell mit 0:4 in Rückstand, kam noch einmal auf 2:4 heran, doch an eine Wende schien sie selber nicht mehr zu glauben. "Ich hätte es auch sausen lassen können, aber das bin ich nicht", schließlich sei sie eine Kämpferin, sagte die Kielerin.

Kerber schied zum fünften Mal in der ersten Runde der French Open aus und muss damit auch ihre Hoffnungen auf den sogenannten Karriere-Grand-Slam mit Titeln bei allen vier großen Turnieren erst einmal begraben. Potapowa dagegen kam mit ihrem dritten Matchball zu ihrem ersten Sieg überhaupt gegen eine Top-Ten-Spielerin. Immerhin, merkte Kerber ironisch an, habe sie jetzt eben "mehr Zeit als erwartet", um ihren Fuß auszukurieren. "Ich kann mich jetzt darauf freuen, auf Gras zu spielen." Dieser Belag liegt der Wimbledon-Titelverteidigerin auch deutlich besser.

Quelle: n-tv.de, ter/dpa

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