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Petkovic-Aus bei US Open Kerber triumphiert, Zverev bärenstark

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Angelique Kerber biss sich in ihrem Match gegen Margarita Gasparjan durch.

(Foto: imago/GEPA pictures)

Tropische Bedingungen bei den US Open - aber Angelique Kerber Kerber und Alexander Zverev kommen prima damit klar. Vor allem der deutsche Tennisprofi gibt sich in seinem Erstrunden-Match keine Blöße. Anders läuft es da für die Deutsche Andrea Petkovic.

Wimbledonsiegerin Angelique Kerber hat gegen alle Widrigkeiten ein erneutes Erstrunden-Debakel bei den US Open abgewendet. Bei tropischen Bedingungen rang die Siegerin von 2016 ihre unbequeme russische Auftaktgegnerin Margarita Gasparjan mit 7:6 (7:5), 6:3 nieder, nachdem sie im Vorjahr als Titelverteidigerin gleich zum Auftakt gescheitert war.

Als der Sieg nach 1:44 Stunden extrem schweißtreibender Arbeit feststand, lächelte Kerber und ballte im Louis-Armstrong-Stadium erleichtert die Faust. "Es war nicht einfach heute, es war so heiß", sagte Kerber im Siegesinterview auf dem Court: "Ich bin glücklich, durchgekommen zu sein. Ich wollte einfach nur Punkt für Punkt spielen und nicht zu viel nachdenken. Trotz der Bedingungen war es ein gutes Match von uns beiden auf einem hohen Level." Bei 36 Grad Hitze am Nachmittag musste die 30-Jährige wieder einmal all ihren Willen mobilisieren. Nächste Gegnerin ist an diesem Donnerstag die Schwedin Johanna Larsson, gegen die sich Kerber in bisher drei Vergleichen jeweils klar durchsetzen konnte.

Zverev stark

Alexander Zverev startete mit einer beeindruckenden Vorstellung in die US Open. Der Weltranglistenvierte deklassierte den Kanadier Peter Polansky in 96 Minuten mit 6:2, 6:1, 6:2. In Zverevs Box gab der achtmalige Grand-Slam-Champion Ivan Lendl mit gewohnt stoischem Gesichtsausdruck sein Debüt als Coach des besten deutschen Tennisprofis. Der trifft in der zweiten Runde auf Nicolas Mahut oder Corentin Moutet (beide Frankreich).

In die nächste Runde zogen auch Tennis-Routinier Philipp Kohlschreiber und Jan-Lennard Struff ein. Der 34 Jahre alte Augsburger siegte im deutschen Duell gegen den Karlsruher Yannick Hanfmann 7:6 (7:3), 5:7, 6:4, 6:4. Die Partie dauerte fast dreieinhalb Stunden. Kohlschreiber erreichte bei den US Open bereits viermal das Achtelfinale, so auch im vergangenen Jahr. Der 26-jährige Hanfmann stand zum ersten Mal im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers.

Federer souverän

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Federer gibt sich keine Blöße.

(Foto: USA TODAY Sports)

Grand-Slam-Rekordchampion Roger Federer startete mit einem souveränen Sieg in die US Open. Der 37 Jahre alte Schweizer, der von 2004 bis 2008 fünfmal in New York triumphiert hatte, gewann gegen den Japaner Yoshihito Nishioka 6:2, 6:2, 6:4. In der zweiten Runde bekommt es der Weltranglistenzweite Federer am Donnerstag mit dem Franzosen Benoit Paire zu tun.

Petkovic raus

Nach dem Aus der Weltranglisten-Ersten Simona Halep am Montag verpasste Andrea Petkovic nur knapp eine weitere Überraschung. Trotz einer großen kämpferischen Leistung gegen die letztjährige French-Open-Siegerin Jelena Ostapenko musste sich Petkovic mit 4:6, 6:4, 5:7 geschlagen geben. Bei 2:5 im dritten Satz lag sie schon scheinbar aussichtslos zurück, kämpfte sich jedoch noch einmal zurück und wehrte dabei sogar drei Matchbälle ab. "Sie hat sehr, sehr viele Linien getroffen, wenn es wichtig war", sagte Petkovic über Ostapenko. Dennoch sieht sich die Darmstädterin weiter auf dem richtigen Weg. "Ich werde wieder zur alten Petko, aber es geht nicht so schnell", sagte die frühere Top-10-Spielerin.

Auch Laura Siegemund schied am Dienstag mit 3:6, 2:6 gegen Naomi Osaka aus Japan aus, die im vorigen Jahr Kerber in der ersten Runde geschockt hatte. Bereits am Montag kamen Julia Görges, Carina Witthöft und Tatjana Maria weiter.

Jan-Lennard Struff zog parallel als erster der neun gestarteten deutschen Herren in die zweite Runde ein. Der Davis-Cup-Spieler aus Warstein gewann 7:6 (7:2), 6:4, 6:3 gegen den Amerikaner Tim Smyczek, der dank einer Wildcard im Hauptfeld dabei war. Struff nutzte seinen sechsten Matchball zum Sieg. Am Montag waren Mischa Zverev, Peter Gojowczyk und Florian Mayer ausgeschieden.

Quelle: n-tv.de, fzö/dpa/sid

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