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Abrahams letzte Chance "King Arthur" muss London erobern

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Arthur Abraham glaubt fest an einen Sieg gegen Chris Eubank jr. (l.).

(Foto: Action Images via Reuters)

Auswärtsschwäche, die gibt es nicht nur im Fußball. Auch Box-Profi Arthur Abraham kennt sie nur zu gut. Gegen Chris Eubank Jr. muss sie der Ex-Champion in London besiegen. Nur so kann er den großen Zahltag namens Muhammad-Ali-Trophy mitnehmen.

Über London an die neuen Fleischtöpfe im Profiboxen: Ex-Weltmeister Arthur Abraham will sich in der britischen Metropole mit einem Sieg über Chris Eubank Jr. das letzte Ticket für die millionenschwere Muhammad-Ali-Trophy sichern. Dazu muss "King Arthur" aber endlich seine altbekannte Auswärtsschwäche ablegen. "Ich werde beweisen, dass ich auch im Ausland Titel holen kann", kündigte der dreimalige Champion selbstbewusst an.

In der SSE-Arena neben dem Wembleystadion geht es ab 22.30 Uhr im Supermittelgewicht um den Titel der IBO, einem eher unbedeutenden Weltverband. Dennoch brennt Abraham auf den Sieg. "Ich bringe den Gürtel nach Deutschland." Bei großen Auftritten außerhalb von Deutschland hat der Wahl-Berliner bislang immer schmerzhafte Prügel bezogen. Vier seiner fünf Niederlagen (51 Kämpfe/30 K.o.-Siege) kassierte der 37-Jährige im Ausland.

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Chris Eubank jr. hat bislang nur einen Kampf verloren.

(Foto: Action Images via Reuters)

2010 verlor er gegen André Dirrell und Carl Froch in Detroit und Helsinki, ein Jahr später setzte es im Home Depot Center von Los Angeles eine klare Niederlage gegen André Ward (USA). Im letzten Jahr blamierte sich Abraham in Las Vegas gegen den Mexikaner Gilberto Ramirez. In der legendären MGM Grand Arena am Strip wirkte der damalige Champion harmlos und passiv, konnte keine Runde gewinnen und verlor am Ende völlig verdient seinen WM-Titel.

Letzter Angriff auf die Weltspitze

Die Karriere stand auf der Kippe, doch Abraham raffte sich noch einmal auf und kämpfte sich in den letzten Monaten zurück an die Weltspitze. Jetzt winkt der große Zahltag, wenn Abraham sich mit einem Sieg über Eubank für die Ali-Trophy qualifiziert. Der Sieger des neuen Turniermodus mit acht Top-Kämpfern pro Gewichtsklasse soll bis zu zehn Millionen Euro kassieren.

"Das ist eine tolle Sache und dieser Kampf meine letzte große Chance. Ich werde sie nutzen", sagte Abraham. Im neuen Box-Mekka London, Ende April schon Schauplatz der WM-Niederlage von Wladimir Klitschko gegen Anthony Joshua, dürfte es für Abraham jedoch schwer werden, gegen Eubank nach Punkten zu gewinnen. In der Regel genießen Lokalmatadore einen kleinen Bonus. Am besten wäre ein Knockout.

"Sehr gut trainiert"

Gegner Eubank Jr., der 16 seiner 22 Fights durch K.o. gewann, gilt als harter Puncher. Der 27-Jährige ist der Sohn des ehemaligen WBO-Weltmeisters Chris Eubank Senior, der 1993 seinen Titel gegen Graciano Rocchigiani verteidigt hatte. Nur einmal musste sich der Junior bislang geschlagen geben: Im November 2014 unterlag er im Kampf um den EM-Titel seinem ungeschlagenen Landsmann "SuperB" Billy Joe Saunders nach Punkten.

In der Vorbereitung schlug Abraham sein Quartier im Leistungszentrum Kienbaum vor den Toren von Berlin auf. Stets an seiner Seite war wie immer Trainer Ulli Wegner. Der 75-Jährige ist überzeugt, dass sein Schützling auf den Punkt fit sein wird: "Arthur hat sehr gut trainiert. Wir hatten unsere Ruhe und konnten Eubank genau studieren. Am Samstag werden wir für ihn die passende Taktik parat haben."

Quelle: n-tv.de, Nikolaj Stobbe, sid

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