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Schnellster in Lüttich Kittel sprintet zum Tour-Etappensieg

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Sprintsieger: Marcel Kittel in Lüttich.

(Foto: AP)

Der deutsche Sprinter Marcel Kittel gewinnt die zweite Etappe der 104. Tour de France, mit André Greipel rast ein weiterer Deutscher aufs Podest. Die Fans an der Strecke sorgen für eine ausgelassene Radsport-Party. Das Gelbe Trikot bleibt aber in britischer Hand.

Marcel Kittel hat der deutschen Radsport-Sause ein rauschendes Finale beschert und den ersten Tour-Auftakt in Deutschland seit drei Jahrzehnten mit dem Sieg auf der zweiten Etappe gekrönt. 24 Stunden nach der schmerzhaften Pleite von Hoffnungsträger Tony Martin im verregneten Düsseldorfer Zeitfahren triumphierte Sprintstar Kittel in Lüttich - mehr als eine Million Fans hatten das Peloton zuvor auf dem Weg zur belgischen Grenze gefeiert.    

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In einem packenden Finish an der Maas hatte der 29 Jahre alte Quick-Step-Profi Kittel die besten Beine und verwies mit einem mächtigen Sprint den Franzosen Arnaud Demaré (FDJeux) auf Platz zwei. Knapp dahinter wurde der Rostocker André Greipel (Lotto-Soudal) Dritter. Für Kittel, der unter Tränen seine ganze Freude herausbrüllte, war es der zehnte Tour-Etappensieg seiner Karriere.

Das Gelbe Trikot trägt nach dem Auftakt-Wochenende der Waliser Geraint Thomas. Der Edelhelfer von Titelverteidiger Chris Froome im Team Sky hatte am Samstag triumphiert. Der deutsche Hoffnungsträger Martin war dabei nicht über den vierten Platz hinausgekommen.

Partystimmung bis zur Grenze

Die zweite Etappe führte über 203,5 Kilometer von Düsseldorf ins belgische Lüttich. Auf den ersten 144 Kilometern bis zur Grenze bei Aachen standen die deutschen Radfans meist dicht gedrängt, in den größeren Städten wie Neuss und Mönchengladbach herrschte trotz des neuerlichen Regenwetters beste Partystimmung. Die Fahrer genossen die Atmosphäre sichtlich.

Zeit dazu hatten sie schließlich auch, rein sportlich war die zweite Etappe lange eine recht unspektakuläre Angelegenheit. Die obligatorische Ausreißergruppe mit US-Profi Taylor Phinney als prominentestem Fahrer hatte sich früh abgesetzt, das Feld mit Sky und den Sprinterteams fror den Rückstand aber bei gut kontrollierbaren zweieinhalb Minuten ein. Die letzten Ausreißer wurden allerdings erst an der 1000-Meter-Marke geschnappt - eine Punktlandung.

Rund 30 Kilometer vor dem Ziel waren zwei Dutzend Fahrer in einen Massensturz auf rutschiger Straße verwickelt. Auch Froome und der französische Herausforderer Romain Bardet gingen zu Boden, konnten aber das Rennen mit einigen Schrammen fortsetzen. Froome musste mit einigem Aufwand die Lücke zum Feld schließen.

Quelle: n-tv.de, cwo/sid

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