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Nach Vorbild von Michael Jordan Kobe Bryant soll Dokumentarfilm bekommen

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Kobe Bryant nach seinem letzten NBA-Spiel.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der im Januar bei einem Hubschrauber-Unfall verstorbenen NBA-Legende Kobe Bryant wird ein Dokumentarfilm gewidmet. Bryants letzte Profi-Saison 2015/16 wurde von mehreren Kamerateams begleitet und das Material wird nun gesichtet und geschnitten. Vorbild ist die Doku "The Last Dance" über Michael Jordan.

Der verstorbene Basketball-Superstar Kobe Bryant könnte nach dem Vorbild von Michael Jordan bald seinen eigenen Dokumentarfilm erhalten. Wie der US-Amerikanische Sportsender ESPN berichtet, war der fünfmalige Meister in seiner letzten Spielzeit bei den Los Angeles Lakers auf Schritt und Tritt von einem Kamerateam begleitet worden. Nach Informationen des Fernsehsenders soll dieses Material in den kommenden Jahren in einem Dokumentarfilm ähnlich dem Beispiel "The Last Dance" von Jordan bei den Chicago Bulls veröffentlicht werden.

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"Das Kamerateam hatte einen beispiellosen Zugang und einen viel besseren Zugang als jedes andere zuvor", sagte John Black, langjähriger Pressechef der Lakers: "Wir haben ihnen erlaubt, alles zu tun, was die Liga erlaubte. Und manchmal haben wir ihnen zugezwinkert und so getan, als würden wir wegschauen und ihnen damit erlaubt, noch mehr zu drehen".

Bryant selbst hatte das Material schon gesichtet und sei in den Editing-Prozess involviert gewesen. Was jetzt mit dem Projekt passiert ist zwar noch unklar, aber laut ESPN glauben Quellen nicht, dass es eingestampft wird. Das Umfeld des ehemaligen NBA-Profis hat sich noch nicht dazu geäußert.

100 Erinnerungsstücke Bryants versteigert

Wird es eine Doku geben, soll sie an Bryant in der Saison 2015/16 ähnlich nah dran sein, wie die Kameras in "The Last Dance" bei Jordan. Dessen zehnteilige Doku geht in den USA derzeit durch die Decke, bei der Premiere am vergangenen Sonntag knackte ESPN mit mehr als sechs Millionen sogar seinen Zuschauerrekord.

"Zu sehen, wie die Kameras Jordans Routine vor den Spielen eingefangen haben, es ist dasselbe (wie bei Kobe Bryant, Anm. d. Redaktion)", sagte Marco Nunez, der in Bryants letzter Saison als einer der Assistenztrainer der Lakers fungierte. "Spul vorwärts, nimm die Nr. 23 von den Bulls heraus und füge die Nr. 24 von den Lakers ein. Es ist ziemlich identisch." Anders als das Chicago-Team von Jordan, das 1998 den Titel gewann, siegten die Lakers in der Saison 2015/16 allerdings nur 17 Mal und verloren 65 Spiele. In seinem letzten Spiel erzielte Bryant noch einmal unglaubliche 60 Punkte (allerdings bei 50 Wurfversuchen).

Derweil werden fast 100 Erinnerungsstücke Bryants versteigert - darunter im NBA-Finale 2001 getragene Turnschuhe und ein Meisterschaftsring, der ursprünglich seiner Mutter Pam Bryant gehörte. Die Online-Auktion, die am 16. Mai endet, umfasst 86 Artikel, die von 500 bis 100.000 US-Doller versteigert werden sollen, so das Auktionshaus. Fünf Prozent des Erlöses werde an die Stiftungen des Ex-Basketballers gehen. Der mehrmalige NBA-Champion und -Allstar Bryant war Ende Januar bei einem Hubschrauberunglück ums Leben gekommen.

Quelle: ntv.de