Mannheim siegt im SpitzenspielKölner Haie brechen 24 Jahre alten DEL-Rekord

Die Kölner Haie sind das erste Team in der Geschichte der Deutschen Eishockey-Liga, das 16 Spiele in Folge gewinnt. Nicht die einzige Bestmarke, die gegen die Nürnberg Ice Tigers fällt. Verfolger Adler Mannheim siegt zwar auch, bleibt aber weit abgeschlagen.
Historischer Erfolg für die Kölner Haie: Der Spitzenreiter der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) hat mit dem 16. Sieg in Serie eine neue Liga-Bestmarke aufgestellt. Die Kölner gewannen ein umkämpftes Heimspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers mit 5:2 (1:1, 2:1, 2:0) und knackten damit schon am 43. Spieltag die 100-Punkte-Marke - auch das ist Rekord. So viele Zähler sammelte noch nie ein Team zuvor zu diesem Zeitpunkt.
Mit 15 Siegen nacheinander hatten die Kölner den Rekord der Adler Mannheim aus der Saison 2001/02 erst am Freitag egalisiert. Zwei Tage später folgte Nummer 16: Die beiden Kölner Führungstreffer von Dominik Bokk (11.), und Frederik Storm (34.) glichen Cody Haiskanen (15.) und Cole Maier (36.) jeweils noch aus, ehe das Tor von Valtteri Kemiläinen (40.) unbeantwortet blieb. Stattdessen schraubten Nathan Schnarr (58.) und Gregor MacLeod (60.) mit Treffern ins leere Tor das Ergebnis noch in die Höhe.
Mit 101 Punkten liegen die Haie nun 15 Zähler vor den Adler Mannheim, die in einem rasanten Spitzenspiel spektakulär Rang zwei verteidigten. Nach einem Comeback in der regulären Spielzeit siegten die Adler gegen den direkten Verfolger Red Bull München nach Penaltyschießen mit 4:3 (1:0, 0:0, 2:3, 0:0, 1:0). Brendan O'Donnell verwandelte den entscheidenden Versuch.
Im Duell der Teams mit den wenigsten Gegentoren der Liga trotzten die Hausherren zunächst einer frühen Drangphase der Münchner. O'Donnell (8.) schockte die Gäste mit einem fast 150 km/h schnellen Schuss in den Winkel. Nach dem chancenreichen Beginn machte sich in der Folge die Defensivstärke beider Teams bemerkbar. Erst im dritten Drittel knackten die Gäste das Mannheimer Bollwerk - und wie: Innerhalb von sechs Minuten sorgten Tobias Rieder (44.), Brady Ferguson (48.) und Yasin Ehliz (50.) für den Turnaround.
Im Powerplay berappelten sich die Hausherren, als zunächst Matthias Plachta (56.) den Anschlusstreffer erzielte. Weniger als zwei Minuten vor Schluss belohnte Kris Bennett (59.) das Heimteam endgültig für das eingegangene Risiko mit dem Ausgleich. Einer torlosen Verlängerung folgte der umjubelte Siegtreffer vom Kanadier O'Donnell im Shootout.