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Rekordmann Rydzek jagt Frenzel Kombi-Kumpels kämpfen um die Krone

Sieger

Eric Frenzel (rechts) und Johannes Rydzek sind direkte Konkurrenten im Kampf um den Gesamtweltcup.

(Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa)

Showdown in Schonach: In der Nordischen Kombination kämpfen Titelverteidiger Eric Frenzel und Rekordweltmeister Johannes Rydzek um den Sieg im Gesamt-Weltcup. Alles ist bereitet für ein spannendes Saisonfinale. Wäre da nicht die Sorge um das Wetter.

König Eric Frenzel kann Geschichte schreiben, Kronprinz Johannes Rydzek seinen Traumwinter veredeln: Im deutschen Dauer-Duell um die Kristallkugel der Nordischen Kombinierer steht an diesem Wochenende in Schonach der finale Showdown an. "Spannender geht es nicht, es ist noch alles offen", sagt Rekordweltmeister Rydzek vor dem letzten Akt eines schon jetzt historischen Winters an diesem Wochenende.

Nordische Kombination

Weltcup in Schonach

Samstag
10.00 Uhr: Skispringen, ein Wertungsdurchgang
13.45 Uhr: Ski-Langlauf, 10 Kilometer

Sonntag
12.00 Uhr: Skispringen, zwei Wertungsdurchgänge
15.40 Uhr: Ski-Langlauf, 15 Kilometer

Sechsmal wechselte in dieser Saison das Gelbe Trikot zwischen Frenzel und Rydzek bislang hin und her, vor den entscheidenden Wettkämpfen am Samstag und Sonntag heißt der Besitzer wieder Frenzel. Allerdings denkbar knapp: Mit 1534 Punkten auf dem Konto fährt der Titelverteidiger in den Schwarzwald, Herausforderer Rydzek kommt auf 1520 Zähler. Jeder noch so kleine Patzer kann also für beide das Ende aller Träume bedeuten. "Ich muss eine gute Leistung zeigen - nur so ist überhaupt etwas möglich", sagt Frenzel, der seit 2012 die Szene beherrscht.

Der 28-jährige Olympiasieger kann als erster Kombinierer der Geschichte zum fünften Mal den Gesamtweltcup gewinnen - und das sogar in Folge. Rydzek, vor zwei Wochen bei der WM in Lahti mit viermal Gold bei vier Starts unschlagbar, hat die Kugel noch nie gewonnen. Das will der 25-Jährige nun ändern. "Jetzt heißt es Füße locker machen, ausruhen, gut essen - und dann mit Vollgas ins Finale gehen. Ich freue mich auf Schonach", sagt Rydzek nach seinem zweiten Platz am Mittwoch in Trondheim. Seinem Kumpel Frenzel würde der Allgäuer nur zu gerne das verlorene Gelbe Leibchen wieder abluchsen: "Ich würde lügen, wenn ich etwas anderes sagen würde."

Schwierige Wettersituation in Schonach

Sorgen bereitet allerdings wieder einmal das Wetter. Am Wochenende wird starker Wind erwartet, zudem sind Plustemperaturen und Dauerregen angesagt. Die Streckenlänge wurde bereits auf 1,5  Kilometer pro Runde verkürzt. "Laut Prognose könnten wir schwierige Verhältnisse haben. Ich wünsche mir, dass die Entscheidung bei vergleichbaren und fairen Bedingungen fällt", sagt Bundestrainer Hermann Weinbuch.

Frenzel und Rydzek kennen das typische Schonach-Wetter, vor zwei Jahren fand das Rennen "bei so viel Regen statt, wie ich es bisher noch nie erlebt habe", so Frenzel über die alten Probleme im Schwarzwald. Die Bedingungen in Schonach ließen ihn manchmal "beim Aufstehen überlegen, ob die Badehose nicht geeigneter wäre als der Springanzug."

Dennoch nennt der Sachse das kleine Schonach liebevoll das "Erzgebirge des Westens", von einem Heimvorteil kann jedoch keine Rede sein. Erst im vergangenen Winter gewann Frenzel nach mehreren vergeblichen Anläufen als erster Deutscher seit 29 Jahren den begehrten Schwarzwaldpokal. Eine Wiederholung dieses Triumphes würde ihm nun den Gesamtweltcup bringen. "Ich will noch einmal angreifen", sagt Frenzel und hofft auf Historisches. Aber was sind schon 14 Punkte?

Quelle: ntv.de, Erik Roos, sid

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