Sport

"Dürfen wir nie verlieren" Krawietz/Mies hadern mit Pech und Satzbällen

d647901cdff5dc8de05fefa6bffcc2fd.jpg

Krawietz (vorn) und Mies müssen London frühzeitig verlassen.

(Foto: imago images/Paul Zimmer)

Sie können als erstes deutsches Doppel überhaupt bei den ATP Finals ins Halbfinale einziehen, vergeben die historische Chance allerdings: Andreas Mies und Kevin Krawietz ärgern sich anschließend über sich selbst. Nun geht es in den Urlaub - was danach kommt, weiß noch niemand.

Das deutsche Davis-Cup-Doppel Kevin Krawietz und Andreas Mies hat bei den ATP Finals den Einzug ins Halbfinale knapp verpasst. Die beiden French-Open-Sieger mussten sich in London gegen Rajeev Ram aus den USA und den Briten Joe Salisbury im Match Tiebreak mit 6:7 (5:7), 7:6 (7:4), 4:10 geschlagen geben und schieden damit in der Vorrunde aus.

Im ersten Durchgang vergaben Krawietz und Mies sogar zwei Satzbälle, am Ende war das Aus für das deutsche Tennis-Duo nach 2:05 Stunden besiegelt. Im Einzel kämpft Alexander Zverev am heutigen Freitag (15 Uhr/Sky) gegen den Serben Novak Djokovic um das Weiterkommen.

"Das Spiel dürfen wir nie verlieren", sagte Mies enttäuscht. "Vor allem den ersten Satz müssen wir mit den beiden Satzbällen nach Hause bringen. Dann gewinnen wir auch das Match", sagte der 30 Jahre alte Kölner. Zwar kämpften sich Krawietz und Mies danach zurück und holten sich den zweiten Satz. Im Match Tiebreak hatten sie dann in den entscheidenden Phasen aber auch ein bisschen Pech und verpassten es so, als erstes deutsches Doppel überhaupt bei der inoffiziellen Tennis-WM ins Halbfinale einzuziehen.

Statt am Samstag um den Einzug ins Finale zu kämpfen, steht bei den beiden jetzt Entspannung auf dem Plan. "Ich gehe erstmal zwei Wochen in den Urlaub", sagte Krawietz, gleiches gilt für Mies. "Ich habe optimistisch für Dienstag gebucht, weil ich guter Dinge war, dass wir bis Sonntag hierbleiben", sagte der Kölner. Am Sonntag steigt das Finale in London - jetzt allerdings ohne die "Kramies". Wie es danach weitergeht, ist noch nicht klar. "Im Moment sieht es so aus, dass wir nicht vor dem 1. Januar nach Australien dürfen", sagte Krawietz.

Ursprünglich war geplant, dass alle Spielerinnen und Spieler bereits Mitte Dezember nach Australien fliegen, um dann nach 14 Tagen Quarantäne ab Anfang Januar ein paar Vorbereitungsturniere für die Australian Open spielen, die am 18. Januar beginnen sollen. Die australische Regierung hat dies wegen der Coronavirus-Pandemie aber bislang untersagt. Wie der Turnierplan jetzt aussehen wird, ist noch unklar.

Quelle: ntv.de, ara/dpa/sid