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Weniger Infektionsrisiko Lange hält Ironman nur für Profis für denkbar

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(Foto: imago/Panoramic International)

Triathleten trainieren bekanntlich viel. In diesem Jahr stellt sich allerdings die Frage: wofür? Ironman-Sieger Patrick Lange hofft weiterhin auf seine vierte Teilnahme bei der wichtigsten Veranstaltung auf Hawaii. Nur die Amateure müssten dann womöglich zu Hause bleiben.

Der zweimalige Ironman-Weltmeister Patrick Lange hat vorgeschlagen, wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nur Profis beim Klassiker auf Hawaii zuzulassen. "Die ganzen Detailfragen kann ich natürlich auch nicht beantworten, ob so ein Rennen vielleicht auch mal ohne Agegrouper stattfinden muss und man es als Profi-Only-Rennen macht", sagte der 33-Jährige aus dem hessischen Bad Wildungen in der ARD-"Sportschau" am Samstag. Agegrouper sind ambitionierte Amateure, die in unterschiedlichen Altersgruppen starten.

60, 70 Profis würden "deutlich weniger Infektionsrisiko mit sich bringen, als wenn man 2500 Leute an den Start stellt", argumentierte Lange. "Das liegt, glaube ich, in der Natur der Sache. Von daher, glaube ich, wird es auf so eine Lösung hinauslaufen." Der ganze Sport hoffe, dass dieses Rennen stattfinden werde. Lange hatte 2017 und 2018 jeweils den WM-Titel auf Hawaii gewonnen, im letzten Jahr musste er gesundheitsbedingt aufgeben. Die Siegerlisten bei den Profis werden seit Jahren von deutschen Sportlern dominiert: Neben Lange gewannen zuletzt auch Jan Frodeno und Sebastian Kienle den Weltmeistertitel auf Hawai. Mit Anne Haug gewann 2019 auch erstmals eine Deutsche Sportlerin bei den Frauen.

Das Rennen in Kailua-Kona ist trotz der Corona-Pandemie bislang noch nicht abgesagt worden. Geplanter Start ist am 10. Oktober. Andere Ironman-Veranstaltungen - darunter die EM in Frankfurt/Main und in Hamburg - fallen in diesem Jahr definitiv aus. Den Zeitraum für die WM-Qualifikation verlängerte die Ironman-Organisation vor wenigen Tagen bis Ende August, auch die Stars der Szene wie Frodeno, Lange und Kienle müssen sich für den Ironman auf Hawaii noch mit einem Rennen auf der Langdistanz (3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren, 42,195 Kilometer Laufen) qualifizieren.

Quelle: ntv.de, ino/ter/dpa