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"Werde bei der EM spielen" Lehmann sondiert Angebote

Fußball-Nationaltorhüter Jens Lehmann will die Entscheidung über einen möglichen Vereinswechsel im Winter nicht mehr lange hinauszögern. "Ich sollte in gut einer Woche Näheres wissen, um dann in den ersten Tagen des neuen Jahres die Entscheidung zu treffen", sagte der Schlussmann des FC Arsenal dem Berliner "Tagesspiegel".

Unabhängig von einem Vereinswechsel zeigte sich Lehmann aber sicher, als deutsche Nr. 1 zur Fußball-Europameisterschaft 2008 zu fahren. "Ich werde bei der EM spielen", sagte Lehmann und verwies auf "bestimmte Fakten", die für ihn sprächen.

Große Erfahrung, großes Selbstbewusstsein

Lehmann zitierte dabei die Worte seines Nationalmannschafts-Kollegen Per Mertesacker, wonach zwar viele Torhüter Bälle halten könnten. Aber die Abwehr richtig in Stellung bringen, das könnten weniger erfahrene Torhüter nicht. "Das ist ein Pluspunkt, den die anderen so schnell nicht aufholen können. Sie wissen noch nicht, wie es geht", sagte Lehmann. "Dazu kommt, dass ich ziemlich komplett in meinen Fähigkeiten bin", lobte sich der 38-Jährige selbst.

Über seine Konkurrenten im Tor der Nationalmannschaft, Timo Hildebrand vom FC Valencia und Robert Enke von Hannover 96, sagte Lehmann: "Vielleicht sind sie handwerklich irgendwann besser als ich. Sie können aber nicht innerhalb des nächsten halben Jahres das Spielverständnis aufholen, was ich ihnen voraus habe."

"Schwebender Zustand"

Mit Blick auf seine Reservistenrolle beim englischen Tabellenführer bestätigte der 38-Jährige, dass er momentan Angebote sondiere. "Ich habe mir etwas angehört. Ich kann dazu im Moment aber noch nichts Konkretes sagen", erklärte Lehmann, der bei Arsenal nur noch die Nummer 2 hinter dem Spanier Manuel Almunia ist. Ein Wechsel innerhalb der Premier League zu Manchester City käme "vielleicht" für ihn in Frage, "aber ich habe da mit niemandem gesprochen".

Der Bundesligist VfL Wolfsburg habe seines Wissens nach Arsenal-Trainer Arsene Wenger kontaktiert. Konkrete Angaben wollte Lehmann öffentlich nicht machen, es sei alles "ein schwebender Zustand".

Traum vom Champions-League-Finale

Beim FC Arsenal hatte er sich für diese Saison als Ziel eigentlich den erneuten Einzug ins Champions-League-Finale vorgenommen. "Wegen dieses Spiels bin ich hiergeblieben", sagte Lehmann. Er habe noch "etwas gutzumachen", nachdem er beim 1:2 im Champions-League-Finale 2006 gegen den FC Barcelona früh vom Platz gestellt worden war. "Nur langsam frage ich mich, ob ein weiteres Champions-League-Finale überhaupt noch drin ist für mich."

Quelle: ntv.de