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Geiger landet auf Platz zwei Lindvik gewinnt das Neujahrsspringen

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Überraschungssieger: Marius Lindvik.

(Foto: imago images/GEPA pictures)

Karl Geiger fliegt auch beim Neujahrsspringen der Vierschanzentournee auf das Podest und darf damit weiter vom ersten deutschen Gesamtsieg seit 18 Jahren träumen. Der Sieg geht überraschend an den Norweger Marius Lindvik, Ryoyu Kobayashi aus Japan landete hinter Dawid Kubacki aus Polen auf Platz vier.

Der Norweger Marius Lindvik hat das Neujahrsspringen bei der Vierschanzentournee gewonnen und mit seinem Sprung auf 143,5 Meter den zehn Jahre alten Schanzenrekord des Schweizers Simon Ammann eingestellt. Bester deutscher Skispringer war in Garmisch-Partenkirchen wie schon zum Auftakt in Oberstdorf Karl Geiger auf Rang zwei.

Vorjahressieger und Oberstdorf-Gewinner Ryoyu Kobayashi kam auf den vierten Platz. In der Gesamtwertung rückte die Spitze näher zusammen. Rang drei ging an den Polen Dawid Kubacki. Zweitbester aus dem Team von Bundestrainer Stefan Horngacher war Constantin Schmid auf dem siebten Platz. Markus Eisenbichler kam auf Rang zehn.

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Wahrt seine Chance: Karl Geiger.

(Foto: dpa)

Mit seinem Sieg verhinderte Lindvik einen Rekord. Der Japaner Kobayashi hätte mit einem Erfolg der erste Skispringer in der Geschichte seiner Sportart werden können, der sechs Wettkämpfe bei dem seit 1953 veranstalteten Traditionsevent in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen nacheinander für sich entscheidet.

Ein Muster an Konstanz

Und Geiger? Er ist in diesem Jahr ein Muster an Konstanz. Wie im vergangenen Jahr war er als formstärkster Deutscher angetreten. Im Vergleich zur Vorsaison, in der er die Tournee als Elfter abschloss, kann er die Erwartungen bisher allerdings auch erfüllen. Unter blauem Himmel und unter den Augen vom früheren Alpin-Ass Felix Neureuther zeigte er bei wechselnden Bedingungen eine starke Leistung und sprang 132 sowie 141,5 Meter weit.

"Das war wirklich ein toller Sprung", sagte Horngacher im ZDF schon nach dem ersten Durchgang und war nach dem Wettkampf-Ende noch begeisterter. Zum Schanzenrekord des norwegischen Siegers sagte der Bundestrainer: "Das war schon ein bisschen Wahnsinn, was der Lindvik hier heruntergezaubert hat." Sein Schützling Geiger präsentiert sich derweil an den Schanzen gelassen und lässt sich auch vom turbulenten Drumherum nicht aus dem Konzept bringen. "Der Karl ist total entspannt. Er weiß, dass er stark drauf ist", sagte Kollege Eisenbichler über seinen Freund und Zimmerkollegen, den er zudem als "ruhig" und "korrekt" beschreibt.

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"Das war schon ein bisschen Wahnsinn": Bundestrainer Stefan Horngacher.

(Foto: dpa)

Der Trubel um seine Person scheint Geiger weder zu stören, noch zu verändern. "Er ist wie immer, das ist total angenehm." Kobayashi dürfe sich keine Fehler erlauben, hatte Eisenbichler vor dem zweiten Akt in Garmisch gesagt. "Im Endeffekt muss man aber man auf sich selber schauen und das macht der Karl sehr gut." Am ersten Tag im Jahr 2020 gelang ihm das erneut, so dass Geiger den Rückstand auf Kobayashi in der Gesamtwertung verkürzen konnte.

Aus Horngachers Mannschaft, die den Silvesterabend gemütlich am Lagerfeuer verbracht hatte, erreichten zudem Stephan Leyhe sowie Pius Paschke den zweiten Durchgang und sprangen damit in die Weltcup-Punkte. Davon ist Richard Freitag derzeit weit entfernt. Der frühere Top-Springer war an der Großen Olympiaschanze gar nicht dabei. Der 28-Jährige kämpft schon länger mit einer Formkrise und hatte die Tournee nach der Station in Oberstdorf, wo er bereits in der Qualifikation ausgeschieden war, abgebrochen.

Quelle: ntv.de, Thomas Eßer und Patrick Reichardt, dpa

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