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Rallye erstmals in Saudi-Arabien Litauer gewinnt Dakar-Start, Alonso Elfter

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Vaidotas Zala (l.) ist der Schnellste zum Rallye-Auftakt.

(Foto: dpa)

Ein Außenseiter düpiert die Favoriten: Der Litauer Vaidotas Zala ist zum Auftakt der Rallye Dakar in Saudi-Arabien der Schnellste. In seinem Mini fährt er auch dem 13-maligen Gesamtsieger davon. Der frühere Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso schlägt sich achtbar.

Der Litauer Vaidotas Zala hat bei der ersten Etappe der Rallye Dakar in Saudi-Arabien die Favoriten düpiert. Im Mini sicherte sich der 32 Jahre alte Außenseiter zum Auftakt nach 3:19 Stunden den Sieg vor dem 13-maligen Gesamtsieger Stéphane Peterhansel aus Frankreich. Dritter auf der Strecke von Dschidda nach Al-Wadschh wurde der Spanier Carlos Sainz, der das Offroad-Abenteuer schon zweimal für sich entschieden hat.

Nasser Al-Attiyah aus Katar sah lange wie der sichere Sieger der ersten Etappe aus, musste sich nach mechanischen Problemen aber mit dem vierten Platz begnügen. "Ein schwieriger Tag, wir hatten drei Reifenschäden", sagte Al-Attiyah laut motorsport-total.com. "Das passierte innerhalb von zehn Kilometern. Ich habe keine Ahnung, was passiert ist. Es war seltsam. Außerdem mussten wir heute die Strecke eröffnen und die Navigation war schwierig. Mal sehen, was wir morgen abhängig von der Startposition machen können."

Der frühere Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso hielt zu Beginn seines Dakar-Debüts im Toyota gut mit. Mit seinem erfahrenen Co-Piloten Marc Coma belegte der 38 Jahre alte Spanier Platz elf und hatte 15 Minuten Rückstand auf Sieger Zala.

In der Motorrad-Wertung führt nach der ersten von insgesamt zwölf Etappen Titelverteidiger Toby Price (Australien/KTM) vor dem US-Amerikaner Ricky Brabec (Honda) und dem Österreicher Matthias Walkner (KTM). Die zweite Etappe am Montag führt über 393 km (367 gewertet) von Al-Wadschh nach Neom.

Die Dakar-Rallye wird in diesem Jahr erstmals in Saudi-Arabien ausgetragen. Das islamisch-konservative Land, das wegen Menschenrechtsverletzungen in der Kritik steht, hat sich das Motorsport-Ereignis für fünf Jahre gesichert und zahlt dafür angeblich rund 80 Millionen US-Dollar. Die gefährliche Hatz führt in diesem Jahr in zwölf Etappen über insgesamt knapp 7900 Kilometer Distanz.

Quelle: ntv.de, ara/dpa/sid