Magic gelingt ÜberraschungDunking-Monster Shaquille O'Neal lässt es mit neuer Liga tüchtig krachen

Die NBA geht in die finale Woche der Hauptrunde und die Orlando Magic kämpfen noch immer um die direkte Teilnahme an den Playoffs. Ein Sieg gegen den Tabellenführer hilft. Derweil verkündet eine Legende eine neue Show-Liga.
Ohne den geschonten Basketball-Welt- und Europameister Franz Wagner haben die Orlando Magic in der NBA gegen Tabellenführer Detroit Pistons gewonnen. Das 123:107 gegen den Spitzenreiter der Eastern Conference hielt die Chancen der Magic auf die direkte Qualifikation für die Playoffs am Leben.
Wagner hatte nach wochenlanger Pause wegen einer Verletzung am Sprunggelenk zuletzt sein Comeback gegeben, stand gegen Detroit aber nicht im Kader. Bester Werfer war Paolo Banchero mit 31 Punkten, Tristan da Silva kam auf 12 Zähler. Wagners Bruder Moritz Wagner spielte vier Minuten und kam auf zwei Punkte.
Auch Dennis Schröder verbuchte einen Sieg. Mit den Cleveland Cavaliers holte der Nationalmannschaftskapitän ein 142:126 gegen die Memphis Grizzlies. Die Cavs festigten damit trotz zwischenzeitlich 17 Punkten Rückstand Rang vier in der Eastern Conference und haben weiter Hoffnungen, die New York Knicks auf Rang drei in der letzten Woche der Hauptrunde noch abzufangen. Schröder spielte in Abwesenheit der geschonten Cavs-Stars James Harden und Donovan Mitchell von Beginn und kam in 22 Minuten auf 22 Punkte, 11 Vorlagen und 5 Rebounds. Die Knicks gewannen ihrerseits 108:105 gegen die Atlanta Hawks.
Dunking-Weltmeister gesucht
Derweil wurden spektakuläre Pläne bekannt: Als NBA-Profi kam Shaquille O'Neal auf etwa 4.000 Dunks – nun will er als Ausrichter den besten Dunker der Welt ausfindig machen: Der 54-Jährige gründet eine neue Liga mit dem alleinigen Ziel, Dunking in einen eigenständigen Sport zu verwandeln.
24 Teilnehmer soll es in O'Neals Liga "Dunkman" geben – der Gewinner soll sich Weltmeister nennen und eine halbe Million US-Dollar Preisgeld kassieren. "Diese Athleten sind Erfinder und Dunkman wird ihnen eine globale Bühne geben, einen echten Einsatz und die Chance, eine Karriere mit dem aufzubauen, was sie lieben", sagte O'Neal bei der Bekanntgabe nach Angabe von US-Medien.
Die 24 Teilnehmer, von denen einige aus dem Ausland kommen, sollen zunächst in Gruppen gegeneinander antreten. Danach gibt es eine Endrunde. Die Liga baut auf einer TV-Show auf, die im vergangenen Jahr im US-Fernsehen zu sehen war. Bewertet werden sollen die Dunks von einer Jury.