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Handball-WM mit klaren Siegen Mitfavoriten lassen Muskeln spielen

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Kroatien Angriffswucht ist für Japan eine Nummer zu groß.

(Foto: picture alliance/dpa)

Deutschland gibt sich in den ersten beiden WM-Partien keine Blöße und nimmt Kurs auf die Hauptrunde. Dafür können auch Kroatien und Spanien schon fast planen. Ihre Gegner blieben bisher chancenlos.

Die Mitfavoriten Kroatien und Spanien haben bei der Handball-WM in Deutschland und Dänemark auch ihre zweite Hürde locker genommen. Der zweimalige Olympiasieger Kroatien besiegte die vom Ex-Bundestrainer Dagur Sigurdsson trainierten Japaner in München mit 35:27 (18:13), im Anschluss setzte sich Europameister Spanien gegen Island souverän mit 32:25 (19:14) durch. Mit jeweils 4:0 Punkten liegen die beiden Ex-Weltmeister, die in der Hauptrunde deutsche Gegner sein könnten, klar auf Kurs.

Vor 12.000 Zuschauern in der ausverkauften Olympiahalle waren die Japaner trotz einer phasenweise guten Leistung bei ihrer zweiten Turnierniederlage chancenlos. "Wir hatten am Anfang gegen die starke Abwehr keine Chance. Es war wirklich schwierig. Wir haben aber Moral und Kampfgeist bewiesen. Wir hatten keine Angst mehr", sagte Sigurdsson, der die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) 2016 sensationell zum EM-Titel geführt hatte. Bester Werfer der Kroaten, die ihre individuelle Klasse ausspielten und körperliche Vorteile hatten, war Zlatko Horvat mit acht Toren.

Mannschaftliche Geschlossenheit

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Disziplinierter spanischer Auftritt

(Foto: picture alliance/dpa)

Spanien überzeugte mit einer disziplinierten und mannschaftlich geschlossenen Leistung. Ferran Sole erzielte fünf Tore für die Iberer. Island steht nach zwei Niederlagen in der Gruppe C schon unter Druck. Mazedonien weist hingegen wie Kroatien und Spanien die Idealpunktzahl auf. Angeführt von Oldie Kiril Lazarov siegte der EM-Elfte 28:23 (12:8) gegen Außenseiter Bahrain. Der 38 Jahre alte ehemalige WM-Torschützenkönig erzielte acht Treffer.

Deutschland-Schreck Katar hat derweil seine Chance in der Gruppe D auf den Hauptrunden-Einzug gewahrt. Der ehemalige Vizeweltmeister besiegte Ägypten in Kopenhagen mit 28:23 (15:12) und rehabilitierte sich damit für die peinliche 23:24-Niederlage gegen Außenseiter Angola. Bester Werfer gegen die Ägypter (0:4 Punkte) war Youssef Ali mit neun Toren. Katar hatte den deutschen Medaillentraum bei den Weltmeisterschaften 2015 (Viertelfinale) und 2017 (Achtelfinale) beendet.

Angola ausgebremst

Angola verpasste nach dem Coup gegen Katar die nächste Überraschung und musste sich dem WM-Siebten Ungarn (3:1) mit 24:34 (8:18) geschlagen geben. An der Spitze der Gruppe steht unterdessen Vize-Europameister Schweden (4:0) nach einem 31:16 (15:10) gegen Argentinien.  

Am Samstag hatten Titelverteidiger Frankreich (32:21 gegen Serbien), Olympiasieger Dänemark (36:22 gegen Tunesien) und Vize-Weltmeister Norwegen (40:21 gegen Saudi-Arabien) mit dem jeweils zweiten Sieg Kurs auf die Hauptrunde genommen.

Quelle: n-tv.de, bad/sid

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