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Kurioser Weltcup-Slalom Neureuther stark, Hirscher patzt tatsächlich

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Marcel Hirscher sammelte im zweiten Durchgang nur ein paar Fahrsekunden. Bereits am fünften Tor fädelte der Österreicher ein.

(Foto: imago/Action Plus)

Ein Slalom-Fehler von Marcel Hirscher? Passiert tatsächlich auch. In Italien fädelt Österreichs Ski-Dominator im zweiten Durchgang früh ein. Allerdings: Für Dauerrivale Henrik Kristoffersen läuft es noch fataler. Dafür stark unterwegs: DSV-Star Felix Neureuther.

Felix Neureuther ist auf seinem Weg zurück in die Weltspitze einen großen Schritt vorangekommen. Der 34-Jährige fuhr als Achter beim Weltcup-Slalom im italienischen Madonna di Campiglio erstmals seit seinem Kreuzbandriss vor 13 Monaten wieder in die Top 10. Damit qualifizierte er sich frühzeitig für die WM im schwedischen Are, die vom 5. bis 17. Februar stattfindet. Dominik Stehle (2,34) belegte Rang 24. Fritz Dopfer und Linus Straßer hatten das Finale verpasst. Stefan Luitz schied im ersten Durchgang aus.

Das Ergebnis in seinem dritten Rennen seit dem Comeback müsse man "relativieren", sagte Neureuther: "Ich hatte in den letzten fünf Wochen nur drei Slalom-Tage." Ein Daumenbruch machte ihm ebenso zu schaffen wie eine Gehirnerschütterung. "Dafür bin ich echt zufrieden." Im Finale kämpfte er sich von Rang 18 noch nach vorne, ein einziger "blöder Fehler" brachte ihn um ein noch besseres Ergebnis."Wenn ich den nicht mache, hätte eine wahnsinnig gute Platzierung für mich rauspringen können."

Neureuthers Rückstand auf Überraschungssieger Daniel Yule betrug indes 1,26 Sekunden. Der Schweizer profitierte von überraschenden Missgeschicken von Dominator Marcel Hirscher aus Österreich und dessen norwegischem Dauerrivalen Henrik Kristoffersen, die im zweiten Lauf am fünften beziehungsweise dritten Tor einfädelten. Hirscher war als Führender vor Kristoffersen ins Finale gegangen. Die Ränge zwei und drei gingen an die Österreicher Marco Schwarz und Michael Matt. Der nächste Slalom steht am 6. Januar in Zagreb an.

Quelle: n-tv.de, tno/sid/dpa

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