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Viertes Finalspiel in der NBA Nowitzki allein unterm Korb

In der NBA-Finalserie steigt in der Nacht das vierte Duell zwischen den Basketballern aus Dallas und Miami. Die Mavericks liegen mit 1:2 zurück. Trotz Dirk Nowitzki. Der einzige deutsche Superstar ist zu oft auf sich alleine gestellt. Und das geht im Mannschaftsport auf die Dauer nicht gut.

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"Es wird schwer, diese Finals zu gewinnen, wenn wir nur 40 Prozent unserer Würfe ins Ziel bringen": Dirk Nowitzki.

(Foto: REUTERS)

Wenn die Basketballer aus Dallas in der Nacht zum Mittwoch ab drei Uhr deutscher Zeit gegen die Miami Heat zum vierten Spiel der Finalserie in der nordamerikanischen NBA antreten, dann hoffen die Mavericks einmal mehr darauf, dass es Dirk Nowitzki schon richten wird. Dallas liegt nach in der Serie nach dem Modus "best of seven" mit 1:2 zurück, ein Sieg im zweiten von drei Heimspielen gegen die Startruppe um LeBron James, Dwyane Wade und Chris Bosh wäre also nicht schlecht. Sonst könnte Nowitzkis Traum, als erster Deutscher den Titel in der NBA zu gewinnen, ganz schnell zu Ende sein.

Das Problem ist nur, dass Nowitzki, 32 Jahre alt und Deutschlands einziger Superstar, zwar unglaublich gut Basketball spielt, aber selbst in Topform nicht jedes Spiel alleine entscheiden kann. Man könnte auch sagen, dass ein Dirk Nowitzki für eine Finalserie, die sich im Zweifelsfall über sieben Spiele streckt, einfach zu wenig ist. Was daran liegen könnte, dass Basketball immer noch eine Mannschaftssportart ist, auch wenn hier ein einzelner Spieler wesentlich mehr bewirken kann als zum Beispiel im Fußball.

"Dirk kann es nicht alleine schaffen"

Das weiß auch NBA-Legende Magic Johnson und fordert mehr Unterstützung für Nowitzki: " Dirk kann es nicht alleine schaffen." Doch was soll Rick Carlisle, Trainer der Mavericks, da machen. Schließlich hat er nur einen Nowitzki. Er sagt: "Wir würden es ihm gerne etwas einfacher machen." Ende der Ansage. Dafür springt Teamkollege Jason Kidd in die Bresche und mahnt: "Jemand muss jetzt seinen Mann stehen und Dirk in der Offensive helfen." Nowitzki selbst macht keinen Hehl daraus, dass er unzufrieden ist. "Es wird schwer, diese Finals zu gewinnen, wenn wir nur 40 Prozent unserer Würfe ins Ziel bringen."

Carlisle jedenfalls hat sich einen Plan für die vierte Begegnung zurechtgelegt. Motto: Konzentration und Konstanz. "Wir müssen über die vollen 48 Minuten da sein." Denn das hat sein Team bisher nicht geschafft. "Immer wenn wir ins Rollen gekommen sind, haben sie einen 6:0- oder 8:0-Lauf hingelegt." Und auch Guard Jason Terry ruft laut in den Wald: "Wir müssen nach der Balleroberung schneller zum Abschluss kommen. Wenn wir 100 Punkte machen, können sie uns nicht schlagen. Davon bin ich fest überzeugt." Ansonsten können sie ja immer noch darauf hoffen, dass es Dirk Nowitzki diesmal wieder richtet.

Quelle: ntv.de, mit dpa und sid