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Bekele gewinnt Berlin-Marathon Nur zwei Sekunden fehlen zum Weltrekord

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Kenenisa Bekele verpasste den Weltrekord hauchdünn.

(Foto: imago images/Andreas Gora)

Zwei Sekunden nach 42,195 Kilometern: Kenenisa Bekele gewinnt den Berlin-Marathon und läuft die zweitschnellste Zeit der Leichtathletik-Geschichte. Der Äthiopier verpasst den Weltrekord des Kenianers Eliud Kipchoge um nur zwei Sekunden. Eine Deutsche läuft im Frauenrennen zur Olympia-Norm.

Der Äthiopier Kenenisa Bekele hat die 46. Auflage des Berlin-Marathons gewonnen und den Weltrekord nur um zwei Sekunden verpasst. Der Stadion-Weltrekordler über 5000 und 10.000 m setzte sich über die klassischen 42,195 km in 2:01:41 Stunden vor seinem Landsmann Birhanu Legese (+1:07 Minuten) durch und stellte die zweitbeste Marathon-Zeit der Geschichte auf.

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Vom Weltrekord des Kenianers Eliud Kipchoge aus dem Vorjahr (2:01:39) war Bekele bei nicht ganz einfachen Verhältnissen nur denkbar knapp entfernt. "Ich bin überhaupt nicht glücklich", sagte der 37-Jährige , der zwischenzeitlich wegen Muskelproblemen sogar zurückgelegen hatte: "Ich weiß, dass ich den Weltrekord drauf habe, ich gebe nicht auf." Bekele hält aktuell bereits die Weltrekorde über 5000 Meter (12:37,35 Minuten) und 10.000 Meter (26:17,53 Minuten) und gewann über diese Strecken drei Goldmedaillen bei Olympischen Spielen und wurde sechs Mal Weltmeister.

Kipchoge war diesmal nicht am Start, er konzentriert sich derzeit auf die "Ineos 1:59 Challenge" im Oktober in Wien, wo der Weltrekordler die 42,195 km unter zwei Stunden zurücklegen will. Der Regensburger Philipp Pflieger musste unterwegs angeschlagen aufgeben und konnte damit die Olympia-Normzeit (2:11:30) nicht angreifen.

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Bei den Frauen setzte sich Ashete Bekere durch. Die Läuferin aus Äthiopien siegte in 2:20:14 Stunden, als Zweite kam ihre Landsfrau Mare Dibaba (2:20:21) ins Ziel. Dritte wurde Sally Chepyego aus Kenia in 2:21:06. Als beste Deutsche lief Melat Kejata in 2:23:57 bei ihrem Marathon-Debüt gleich auf Platz drei der ewigen deutschen Bestenliste. Die gebürtige Äthiopierin ist seit dem Frühjahr 2019 für Deutschland startberechtigt und erfüllte mit ihrem sechsten Platz in Berlin zugleich die Norm für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Anna Hahner (2:36:34) verpasste nach zwischenzeitlichen Problemen den Richtwert von 2:29:30 deutlich.

Den Startschuss hatte um 9:15 Uhr traditionell Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller gegeben. Insgesamt gingen nach Angaben des Veranstalters 46.983 Läufer auf die Strecke - eine Rekordzahl. Das Ereignis wurde in 130 Länder weltweit übertragen.

Quelle: n-tv.de, tsi/sid