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Deutlicher Sieg gegen Brady Osaka schafft nächstes Tennis-Meisterstück

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So sieht Freude aus.

(Foto: imago images/AAP)

Wenn Naomi Osaka im Finale spielt, gewinnt sie auch: Der japanische Tennisprofi setzt ihre überragende Serie bei den Australian Open fort. Außenseiterin Jennifer Brady hat keine echte Sieg-Chance, bekommt aber viel Lob von ihrer Gegnerin. Und ist trotzdem so erfolgreich wie nie zuvor.

Die japanische Starspielerin Naomi Osaka hat bei den Australian Open ihren vierten Grand-Slam-Titel gewonnen. Die 23-Jährige setzte sich im Endspiel souverän mit 6:4, 6:3 gegen Jennifer Brady aus den USA durch und bleibt in Majorfinals unbesiegt. In Melbourne ist es für Osaka der zweite Triumph nach 2019. Brady, die vom Regensburger Michael Geserer trainiert wird, verpasste dagegen ihren ersten großen Titel.

Osaka kümmerte sich mit dem Pokal in der Hand in ihrer Siegesrede zuerst um die Verliererin. "Ich habe allen schon bei den US Open gesagt: Sie wird zu einem Problem werden", sagte Osaka in Richtung Brady, ehe sie ihrem Team und den Fans für die Unterstützung dankte. Brady lobte ihre Bezwingerin: "Sie ist eine Inspiration für uns alle. Es ist unglaublich, was sie für das Tennis leistet."

Osaka schaffte es wie Angelique Kerber 2016, im Turnierverlauf Matchbälle abzuwehren und das Event zu gewinnen. Im Achtelfinale hatte sie gegen die Spanierin Garbine Muguruza vor dem Aus gestanden. Durch den Erfolg rückt Osaka in der Weltrangliste auf Rang zwei vor, an der Spitze bleibt die Australierin Ashleigh Barty. Brady machte einen großen Sprung, sie wird künftig als 13. geführt.

Brady mit dem größten Erfolg

Osaka, die 2018 und 2020 auch die US Open gewonnen hat, ging nach ihrem dominanten Halbfinalerfolg gegen die 23-malige Grand-Slam-Siegerin Serena Williams als Favoritin in das Match und wurde ihrer Rolle vor allem im zweiten Satz gerecht. Nach einem nervösen Beginn ließ Osaka der Final-Debütantin keine Chance mehr und machte ihren insgesamt vierten Grand-Slam-Titel perfekt.

In der teilweise gefüllten Rod-Laver-Arena geriet die Außenseiterin schnell ins Hintertreffen. Doch auch die Favoritin wirkte im ersten Satz sehr angespannt. Osaka begann zwar mit gleich zwei Assen im ersten Spiel und mit einem schnellen Break, streute aber an diesem windigen Tag in der australischen Metropole zunächst zahlreiche ungezwungene Fehler ein. Eine 3:1-Führung nutzte Osaka zunächst nicht. Nach dem 4:4 entwickelte sich die Partie aber auch dank Fehlern von Brady klar zugunsten der ehemaligen Weltranglisten-Ersten.

Bradys Finaleinzug ist bereits hoch anzurechnen. Sie war vor dem Turnier, wie andere Profis, darunter auch Erstrunden-Verliererin Angelique Kerber, von der strikten Quarantäne betroffen. Zwei Wochen steckte die Amerikanerin in ihrem Hotelzimmer fest und erreichte dennoch den größten Erfolg ihrer Karriere.

Quelle: ntv.de, ara/sid/dpa