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Biathleten patzen beim Schießen Papa Peiffer gefrustet, Lesser ohne Munition

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Gleich beim ersten Schießen trifft Arnd Peiffer nur drei von fünf Scheiben.

AP

Der Olympiasieger im Biathlon-Sprint ist genervt: Arnd Peiffer verschießt im Weltcup gleich doppelt. Da helfen ihm im Rennen auch seine Glücksgefühle als frisch gebackener Vater nicht. Noch mieser läuft es für Erik Lesser - dem sein wichtigstes Arbeitsutensil fehlt.

Arnd Peiffer blickte erschöpft und ratlos auf die Anzeigetafel. Der frisch gebackene Vater wollte seine privaten Glücksgefühle unbedingt nutzen, in seiner Paradedisziplin für Furore sorgen - doch am Ende leuchtete hinter dem Namen des Sprint-Olympiasiegers nur die "30" auf. "Es hat irgendwie nicht geklappt, das Liegendschießen war ein bisschen frustrierend", sagte Peiffer nach dem Sprint beim Biathlon-Weltcup in Pokljuka.

Weil der 31-Jährige aus Clausthal-Zellerfeld im zweiten Rennen nach der Geburt seines ersten Kindes liegend gleich zweimal daneben schoss, war eine Spitzenplatzierung schon früh außer Reichweite. "Der erste Anschlag hat mir mein Ergebnis verhagelt", sagte Peiffer in der ARD: "Die Laufform und das zweite Schießen waren allerdings gut."

"Es wäre mehr möglich gewesen"

Da im amtierenden Weltmeister Benedikt Doll auch der zweite Sprint-Experte im Lager des Deutschen Skiverbandes (DSV) das Podest verfehlte - Doll belegte nach einem Schießfehler aber immerhin Rang fünf - gingen die deutschen Männer nach dem erfreulichen Auftakt im Einzel diesmal leer aus. "Wenn man auf die Laufzeiten schaut, war es wohl okay. Es ging allerdings vom Gefühl her noch ein bisschen schwer und ich denke, dass mehr möglich gewesen wäre", sagte Doll, dem am Ende nur 16,4 Sekunden für eine Podestplatzierung fehlten.

Dort standen diesmal andere: Der Sieg ging trotz einer Strafrunde an den Norweger Johannes Thingnes Bö, der in der vergangenen Saison im Gesamtweltcup knapp hinter Superstar Martin Fourcade (Frankreich) gelandet war. Bö lag im Ziel vor den fehlerfreien Antonin Guigonnat (Frankreich/+16,1) und Alexander Loginow (Russland/16,4).

Lesser vergisst Patronen

Vor allem Peiffer hatte sich einiges für sein Lieblingsrennen ausgerechnet, die Motivation war nicht zuletzt wegen des enttäuschenden 52. Rangs im Einzel hoch. Zudem wusste Peiffer, dass er an einem guten Tag im Sprint immer gewinnen kann - er hatte schließlich sechs seiner acht Weltcup-Erfolge im kürzesten Rennen der Biathleten gefeiert. In Pokljuka verhinderten aber auch falsche Reaktionen auf den Wind ein Spitzenresultat. "Als ich zum ersten Schießen kam, zeigte die Fahne nach links. Da habe ich dann zwei Rasten gedreht, was offenbar zu viel war", sagte Peiffer.

Der Olympia-Zweite Simon Schempp beendete das Zehn-Kilometer- Rennen in Slowenien nach drei Fehlern auf Platz 40. Erik Lesser wurde 44. mit zwei Strafrunden. "Ich plage mich mit Rückenschmerzen rum. Da ist das Skilaufen nicht so einfach", klagte der 31-Jährige und war auch ansonsten nicht gut gelaunt. Er hatte vergessen, für das zweite Schießen die Munition zu laden: "Da habe ich so richtig ins Klo gegriffen."

Philipp Horn kam auf Rang 46 und qualifizierte sich genau wie Johannes Kühn für das Verfolgungsrennen am Sonntag. Einen Tag nach seinem zweiten Platz im 20-Kilometer-Einzel nach fehlerfreiem Schießen leistete sich Kühn über die zehn Kilometer allerdings drei Fehler und kam als 48. ins Ziel.

Quelle: n-tv.de, ara/sid/dpa

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