Sport

Einziger Lichtblick bei den US Open Petkovic rettet deutsche Bilanz

Drei Tage vor ihrem 23. Geburtstag beschenkt sich Tennisspielerin Andrea Petkovic selbst. Bei den US Open zieht sie erstmals in ihrer Karriere in das Achtelfinale eines Grand-Slam-Turniers ein. Vor dem Duell mit Wimbledon-Finalistin Wera Swonarewa erklärt sie nun forsch: "Ich bin gewappnet."

2t1m5603.jpg5101119518903711156.jpg

Andrea Petkovic zog kampflos ins Achtelfinale der US Open ein.

(Foto: dpa)

Auf der größten Tennis-Bühne der Welt ist Andrea Petkovic endgültig ins Rampenlicht getreten und hat ein Debakel der deutschen Profis bei den US Open in New York verhindert. Der Traum vom ersten Achtelfinal-Einzug bei einem Grand-Slam-Turnier erfüllte sich für die 22-jährige Darmstädterin kurioserweise in der Umkleidekabine.

Dort erfuhr Petkovic kurz vor dem ursprünglichen Matchbeginn vom verletzungsbedingten Verzicht ihrer Drittrundengegnerin Peng Shuai aus China, die unter einer Ellbogenverletzung litt. "Ich hatte gemischte Gefühle. Ich hätte lieber gespielt und wäre dann stolz auf meine Leistung gewesen. Die Euphorie war nicht so da, eher eine Leere", sagte Petkovic, die am Montag in der Runde der letzten 16 auf die Wimbledon-Finalistin Wera Swonarewa (Russland/Nr. 7) trifft.

"Bin gewappnet und habe keine Angst"

Trotz ihrer Außenseiterrolle will sich Petkovic drei Tage vor ihrem Geburtstag ein vorgezogenes Geschenk machen: "Ich bin gewappnet und habe keine Angst. Es ist eines der größten Spiele meiner Karriere." Petkovic hatte bereits in der dritten Runde der zuschauerträchtigsten Grand-Slam-Veranstaltung als letzte Spielerin die deutsche Fahne hochgehalten, nachdem alle weiteren 15 DTB-Starter ausgeschieden waren. Für die Männer war es sogar das schlechteste Abschneiden bei einem der vier großen Majors seit zwei Jahren.

2t2x1353.jpg4413896137355897204.jpg

Nun sagt die 22-Jährige: "Ich bin gewappnet und habe keine Angst."

(Foto: dpa)

Ein schlechtes Gewissen hatte Petkovic nach ihrem mühelosen Weiterkommen nicht. "Ich habe es mir verdient. Auch wenn ich es noch nicht wirklich realisieren kann", sagte die Weltranglisten-38. Eine Prämie von 100.000 Dollar hat "Petko", die inzwischen sogar von Superstar Venus Williams (USA) in der Kabine erkannt und angesprochen wird, schon sicher.

Und weil sie ihren inzwischen schon berühmten Post-Punk-Tanz diesmal nicht nach dem Match vorführen konnte, tat sie dies eben auf einem Trainingscourt. Zuhause in Darmstadt brachte die Absage sogar den Zeitplan einer Familienfeier durcheinander. "Auf der Hochzeit meiner Cousine Tanja wollten sich alle das Match am Abend im TV anschauen", erzählte Petkovic. Auch wenn das Match ausfiel - es gab doppelten Grund zu feiern.

Quelle: n-tv.de, sid

Mehr zum Thema