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Porsche Carrera Cup Andlauer krönt sich zum Champion

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(Foto: Porsche)

Julien Andlauer gewinnt den Porsche Carrera Cup 2019. Der 20-Jährige setzt sich beim Saisonfinale auf dem Sachsenring gegen Michael Ammermüller durch. Es ist die Konsequenz einer beeindruckenden Entwicklung, die Andlauer im Saisonverlauf zeigt.

Porsche-Junior Julien Andlauer weiß ganz genau, wie man Titel gewinnt – trotz seines jungen Alters: Meister im Porsche Carrera Cup France in 2017 und seit vergangenem Jahr jüngster Klassensieger aller Zeiten bei den legendären 24 Stunden von Le Mans. Die stolze Trophäensammlung des 20-Jährigen ist seit diesem Wochenende um einen Pokal reicher geworden. Denn am Sonntag krönte sich Andlauer auf dem Sachsenring zum Champion des Porsche Carrera Cup Deutschland 2019.

Das Ziel war für Andlauer von Beginn an klar gesteckt. Nach zwei erfolgreichen Jahren im französischen Carrera Cup wollte er auch im deutschen Markenpokal den Titel holen. Die Carrera-Cup-Saison begann für den talentierten Franzosen allerdings mit einem Dämpfer – in Hockenheim reichte es nur für die Plätze zehn und fünf. Doch der smarte Youngster arbeitete sich Schritt für Schritt an die Tabellenspitze heran. Nach einem zweiten Platz im tschechischen Most platze mit dem ersten Sieg auf dem Red Bull Ring in Österreich der Knoten. Bei insgesamt vier weiteren Rennen feierte Andlauer ganz oben auf dem Podium – auch auf dem Sachsenring zeigte er sein Talent und sicherte sich somit die Meisterschaft.

Im Kampf um den Titel im Porsche Carrera Cup Deutschland stach Andlauer zwei Konkurrenten aus: seinen erfahrenen Teamkollegen Michael Ammermüller sowie den forschen Youngster Larry ten Voorde. Auffällig war dabei, mit wie viel positiver Energie Andlauer das Projekt Meisterschaft anging. Wer den Piloten aus Lyon im Fahrerlager des Carrera Cup, bei Autogrammstunden oder in Interviews sah, erlebte einen charmanten jungen Mann, der fast immer ein Lächeln im Gesicht hatte. So überraschte es nicht, dass sich Andlauer auf der Strecke explosiv, aber gegenüber den anderen Fahrern auch stets respektvoll präsentierte. Eindrucksvoll bewies der Lechner-Pilot das beim zwölften Lauf auf dem Nürburgring, als er mit Ammermüller bis zur Ziellinie um den Sieg kämpfte. Mehrfach wehrte Andlauer die Angriffe seines Verfolgers energisch ab und setzte sich durch. Doch statt den Emotionen nach der Ankunft unter dem Podium freien Lauf zu lassen, ging er direkt auf Ammermüller zu, um sich bei seinem Teamkollegen für die fair geführten Zweikämpfe zu bedanken.

Spaß am Motorsport hatte Andlauer schon als Kind. In Lyon betreibt sein Vater eine Kartbahn. Mit sechs Jahren saß sein Sohn zum ersten Mal in einem Kart. Sofort packte ihn die Leidenschaft. Über die französische Formel 4 ging es 2016 in den Porsche Carrera Cup France. Nach Platz zwei in der Rookie-Klasse folgte ein Jahr später der Gesamtsieg. Der Lohn: die Nominierung zur Sichtung des Porsche Motorsport Junior Programms. Dort überzeugte Andlauer und wurde Porsche Junior – ein Meilenstein seiner noch jungen Karriere. Im Rahmen der Porsche Nachwuchsförderung erhält er Unterstützung durch Fahrer-Coaching, Fitnesstests mit individualisierten Trainingsplänen sowie Mental- und Medientrainings. Dass er die Tipps der Experten erfolgreich umgesetzt hat, beweist der jetzige Titelgewinn: Champion im Porsche Carrera Cup Deutschland.

Einen großen Traum hat sich Andlauer, der leidenschaftlicher Box-Fan ist, bereits erfüllt: Gemeinsam mit Porsche Young Professional Matt Campbell gewann er in der Klasse GTE-Am im Porsche 911 RSR das berühmte 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Trotzdem ist der Nachwuchsrennfahrer weiter erfolgshungrig. Chancen auf seinen nächsten Titel hat Andlauer bereits in Kürze: Neben dem Porsche Carrera Cup Deutschland startet er in dieser Saison auch im internationalen Porsche Mobil 1 Supercup, der im Rahmenprogramm der Formel 1 ausgetragen wird. Vor dem Saisonfinale in Mexiko (25. bis 27. Oktober) steht er auf Rang drei. Bei noch 40 zu vergebenen Punkten liegt er 18 Zähler hinter Spitzenreiter Ammermüller. Platz für einen weiteren Pokal würde Andlauer in seiner Trophäensammlung sicherlich finden.

Quelle: n-tv.de