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Porsche Carrera Cup ten Voorde ist eine Klasse für sich

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(Foto: imago images / Pakusch)

Der Niederländer Larry ten Voorde ist im Porsche Carrera Cup einfach nicht zu schlagen: Im tschechischen Most feiert er seinen dritten Sieg im dritten Saisonrennen. Allerdings liefert er sich ein hartes Duell, aber faires Duell mit Verfolger Michael Ammermüller.

Im Porsche Carrera Cup Deutschland ist Larry ten Voorde (Overdrive Racing by Huber) weiter auf Erfolgskurs: Auf dem Autodrom Most in Tschechien feierte der Niederländer am Samstag seinen dritten Saisonsieg. Hinter dem 485 PS starken Porsche 911 GT3 Cup von ten Voorde belegten Porsche-Junior Julien Andlauer (F/BWT Lechner Racing) und Michael Ammermüller (D/BWT Lechner Racing) die weiteren Plätze auf dem Podium. "Ich hatte einen super Start und konnte mich knapp vor Michael Ammermüller setzen. Danach war es ein enges Duell zwischen uns, aber von beiden Seiten stets fair geführt. Nach dem Re-Start konnte ich mich vom Feld lösen und habe keinen Fehler gemacht", sagte ten Voorde.

Auf der Strecke in Nordböhmen trug der nationale Markenpokal in seiner 30-jährigen Geschichte zum ersten Mal einen Meisterschaftslauf aus. Bei Sonnenschein und Temperaturen von 21 Grad Celsius zog ten Voorde nach dem Start direkt an Pole-Sitter Ammermüller vorbei. Doch der Lechner-Pilot gab sich nicht geschlagen und suchte nach einer Lücke für einen Konter. Durch eine Safety-Car-Phase musste Ammermüller seine Bemühungen zunächst allerdings unterbrechen. Den Re-Start nutzte ten Voorde, um sich von seinen Verfolgern abzusetzen. Nach 17 Runden überquerte der 22-Jährige als Erster die Ziellinie. Andlauer erreichte Rang zwei nachdem der Porsche-Junior im elften Umlauf an Teamkollege Ammermüller vorbeizog. "Mit dem Ergebnis kann ich gut leben. Michael Ammermüller war eigentlich einen Tick schneller als ich unterwegs, aber in so einer Situation muss man dann auf einen Fehler lauern", sagte Andlauer.

Enttäuscht zeigte sich Routinier Ammermüller nach dem Rennen: "Da war definitiv mehr für mich drin. In den ersten Runden war ich schneller als Larry ten Voorde – durch das Safety-Car musste ich dann aber zurückstecken. Nach dem Re-Start habe ich einen Fehler gemacht und bin leicht ins Kiesbett gerutscht. Somit ist es am Ende leider nur Platz drei." Den vierten Rang sicherte sich als bester Rookie Jaxon Evans (NZ/Team Project 1 – JBR). „Platz vier gibt mir Selbstvertrauen für das Rennen am Sonntag. Mein Start war ziemlich gut und ich konnte mich direkt um einen Platz verbessern, leider habe ich den noch in der ersten Runde wieder verloren. Entscheidend war am Ende, dass ich einer Kollision von zwei Fahrzeugen vor mir ausweichen konnte", fasste der neuseeländische Porsche-Junior zusammen.

Auf der 4,212 Kilometer langen Rennstrecke sah Dylan Pereira (Lechner Racing Team) als Fünfter die Zielflagge. Hinter dem Luxemburger folgten Igor Walilko (PL/Overdrive Racing by Huber), Jaap van Lagen (NL/Förch Racing) und David Kolkmann (D/Black Falcon). Neunter wurde der Deutsche Jannes Fittje (Team Project 1 – JBR). Der 19-Jährige war damit bester Fahrer aus dem Talent Pool, dem Förderprogramm des Porsche Carrera Cup Deutschland. Rang zehn belegte Jean-Baptiste Simmenauer (F/Lechner Racing Team).

Über den Titel als bester Fahrer in der Amateur-Klasse jubelte Carlos Rivas (L/Black Falcon Team Textar). Zweiter in dieser Wertung wurde der Deutsche Matthias Jeserich (Cartech Motorsport by Nigrin) vor seinem Landsmann Stefan Rehkopf (Huber Racing). In der Meisterschaft führt nach seinen drei Siegen ten Voorde. Der Youngster aus Boekelo liegt mit 75 Punkten vor Andlauer. Der 19-Jährige hat 37 Zähler auf seinem Konto. Dritter ist van Lagen mit 29 Punkten.

Quelle: n-tv.de