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"Bissl enttäuscht bin ich schon" Rebensburg hat Podest-Pech, Schmotz famos

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(Foto: imago images/GEPA pictures)

Schon wieder reist Viktoria Rebensburg ohne Podestplatz von einem Riesenslalom ab, in Courchevel fehlt ihr als Vierte eine Winzigkeit. Tröstlich: Rebensburgs Form stimmt wieder und eine Teamkollegin trumpft gar famos auf - während US-Skikönigin Mikaela Shiffrin historisch schwächelt.

Viktoria Rebensburg lehnte am Zaun, nahm einen Schluck aus der Wasserflasche, blies die Backen auf und schaute traurig zu den drei jubelnden Konkurrentinnen. Die beste deutsche Skirennfahrerin hat beim Riesenslalom von Courchevel zwar nach einem verpatzten Saisonstart endlich wieder überzeugt, einen Podestplatz als Vierte aber um die Winzigkeit von 0,04 Sekunden verpasst.

"Ein bissl enttäuscht bin ich schon", sagte die Oberbayerin, probierte aber tapfer das Positive aus dem Rennen zu ziehen. Und mit Blick auf eine starke Teamkollegin konnte sie sogar wieder lächeln. "Die Vicky ist wieder auf ihrem Niveau", sagte Bundestrainer Jürgen Graller und resümierte zufrieden: "Jetzt hat sie registriert, dass sie im Riesenslalom wieder zur absoluten Topklasse gehört."

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Der in Courchevel ging an die Italienerin Federica Brignone, die vor der Norwegerin Nina Fürst Holtmann und der Schweizerin Wendy Holdener siegte.

(Foto: imago images/GEPA pictures)

Dabei hatte die Olympiasiegerin von 2010 zum wiederholten Mal in ihrer Karriere Hundertstelpech und ging beim Sieg der Italienerin Federica Brignone vor der Norwegerin Mina Fürst Holtmann und der Schweizerin Wendy Holdener (+0,44) ganz knapp leer aus - was sie schon von wichtigeren Rennen kennt: Vierte wurde sie bereits beim WM-Super-G 2017 in St. Moritz (Rückstand auf Podium: 0,07 Sekunden), beim olympischen Riesenslalom von Pyeongchang (+0,12) und beim WM-Super-G 2019 in Are (+0,02).

"Auf dem Weg, richtig schnell zu sein"

Nach der ersten Enttäuschung in Courchevel dürfte die 30-Jährige aber diesmal registrieren, dass sie auf dem richtigen Weg. Nachdem es zum Saisonstart mit den Plätzen 13 in Sölden und 7 in Killington nicht klappte, hat sie inzwischen bei der Materialauswahl die richtige Abstimmung gefunden.

"Jetzt macht es wieder Spaß, und ich kann Riesenslalom fahren, wie ich mir das vorstelle. Das ist cool", sagte die Sportlerin vom Tegernsee. "Sie hat wieder Vertrauen", sagte Coach Graller der Deutschen Presse-Agentur. "Vicky ist auf dem Weg, richtig schnell zu sein." Das soll sie schon am kommenden Wochenende wieder zeigen, wenn am Samstag (10.30 Uhr) in Val d'Isère eine Abfahrt ansteht. Nach ihren Plätzen vier und neun bei den Abfahrten in Lake Louise sowie dem Sieg im Super-G in Kanada freut sie sich auf den Speed-Wettkampf.

Schmotz mit riesen Riesenslalom

Die Stimmung im deutschen Team war auch wegen Marlene Schmotz prächtig. Die 25-Jährige wurde nach einem famosen zweiten Durchgang samt Laufbestzeit Neunte und landete so weit vorn wie noch nie in ihrer Weltcup-Karriere. Seit der Ära von Maria Höfl-Riesch und dem März 2014 ist Schmotz die erste deutsche Rennfahrerin, die es neben Rebensburg in einem Riesenslalom in die Top Ten schaffte.

"Sie fährt im Moment extrem gut Ski", lobte Coach Graller. "Ihre Laufbestzeit war schon extrem cool." Auch die derart Gelobte zeigte sich zufrieden. "Ich habe das gezeigt, was ich kann. Und das ist gut gelungen", sagte Schmotz, die in Courchevel Topfahrerinnen wie Ex-Weltmeisterin Tessa Worley aus Frankreich (11.) oder die Weltcup-Gesamtsiegerin Mikaela Shiffrin (USA/17.) hinter sich ließ.

Shiffrin indes erlebte in Frankreich auch einen völlig verpatzten Tag. Die Amerikanerin kam in beiden Durchgängen nicht zurecht und fuhr ein historisch schlechtes Ergebnis ein. Seit März 2014 war sie in keinem Weltcup dieser Disziplin, in dem sie das Ziel erreichte, schlechter gewesen als diesmal mit Rang 17.

Quelle: ntv.de, cwo/dpa

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