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"Zeichen setzen" in Corona-Krise Reh läuft Weltklasse-Zeit bei Weltpremiere

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Auf der Bahn ist Alina Reh fünffache deutsche Meisterin.

(Foto: imago images / Beautiful Sports)

In der Nähe von Berlin steigt das erste hochklassige Straßenrennen in der Corona-Krise. Die deutsche Top-Läuferin Alina Reh zeigt sich trotz Anreise direkt aus dem Trainingslager in herausragender Form, auch hinter der Siegerin gibt es starke Zeiten.

Langstreckenläuferin Alina Reh hat beim Straßenrennen "Berlin 10k Invitational" für eine starke Zeit gesorgt. Die 23-Jährige vom SSV Ulm gewann bei dem weltweit ersten Rennen während der Corona-Krise mit international relevanten Zeiten südöstlich von Berlin über zehn Kilometer in 31:26 Minuten. Die deutsche Laufhoffnung verpasste ihre persönliche Bestzeit trotz regnerischer Bedingungen nur um fünf Sekunden und verwies Marathon-Spezialistin Katharina Steinruck (geb. Heinig/LG Eintracht Frankfurt/32:41) und Caterina Granz (LG Nord Berlin/32:47) auf die Plätze zwei und drei.

Den deutschen Rekord hält seit 2008 Irina Mikitenko (30:57), Reh erklärte nach dem Rennen, dass sie diesen eigentlich hatte angreifen wollen, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtete. Allerdings hatte sich die amtierende U23-Europameisterin über 10.000 Meter sich nicht intensiv vorbereiten können, kam kurzfristig aus dem Trainingslager im brandenburgischen Kienbaum an die Strecke. Steinruck, die bereits die Olympia-Norm für die auf 2021 verschobenen Sommerspiele erfüllt hat, verpasste ihre persönliche Bestzeit nur knapp, Granz - 2019 WM-Teilnehmerin über 1500 Meter - steigerte sich um rund eine Minute.

Bei den Männern lief Johannes Motschmann (SCC Berlin) mit 29:11 Minuten persönliche Bestzeit. Zweiter wurde Nils Voigt (TV Wattenscheid/29:24), Platz drei ging an Fabian Clarkson (SCC Berlin/29:36). Der Testwettkampf fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. "Wir wollten hier auch ein Zeichen setzen in dieser speziellen Zeit", sagte Renndirektor Mark Milde vom Berlin-Marathon.

Milde betonte, dass ein Laufwettkampf unter Wahrung von Mindestabständen nur schwer durchzuführen sei. Dies wurde vorab in kleinem Rahmen mit separaten Rennen für fünf Frauen und acht Männern getestet. "Eine Laufsaison gab es in diesem Jahr bisher so gut wie gar nicht, und es steht in den Sternen, ob und wann es wieder eine Normalität diesbezüglich gibt", sagte Milde.

Quelle: ntv.de, tsi/sid