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Halbfinalsieg bei WM in Ägypten Schwedens Effizienz macht Frankreich mürbe

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Erstmals seit 2001 erreicht Schweden das WM-Finale.

(Foto: imago images/Bildbyran)

Vor 20 Jahren gehören Schwedens Handballer zur absoluten Weltspitze, seitdem sind große Finals selten geworden. Im WM-Halbfinale ist davon nichts zu merken, Frankreich findet kein Mittel gegen die Nordeuropäer. Die wandeln auf den Spuren der WM 1999, die ebenfalls in Ägypten stattgefunden hat.

Rekord-Europameister Schweden steht erstmals seit 20 Jahren wieder im Endspiel der Handball-Weltmeisterschaft und darf weiter auf den fünften Titelgewinn hoffen. Die Skandinavier setzten sich im Halbfinale in Kairo gegen den sechsmaligen Titelträger und Rekord-Champion Frankreich mit 32:26 (16:13) durch.

Bester Werfer beim Sieger war Linksaußen Hampus Wanne vom deutschen Vizemeister SG Flensburg-Handewitt mit elf Toren. Gegner im Endspiel am Sonntag ist der Gewinner des zweiten Vorschlussrundenduells, Dänemark. Letztmals WM-Gold gewann Schweden 1999 - auch damals fand die Endrunde in Ägypten statt.

Das Drei-Kronen-Team bestimmte von Beginn an den Rhythmus des Spiels unter der umsichtigen Leitung der deutschen Schiedsrichter Robert Schulze und Tobias Tönnies. In der ersten Halbzeit lagen die Skandinavier nur einmal beim 6:7 (14.) zurück, korrigierten das innerhalb von fünf Minuten aber umgehend mit einem 4:0-Lauf zum 10:7.

Immer wieder Palicka

Schweden, ursprünglich als Außenseiter in die WM gestartet, beeindruckte auch gegen "Les Bleus" mit seiner hoch effizienten Spielweise. Hinten stellte die Mannschaft des norwegischen Trainers Glenn Solberg eine extrem bewegliche und aggressive 6:0-Deckung mit einem starken Palicka dahinter. Und vorne gelangen Wanne und Co. etliche Tore per Tempogegenstoß.

Die Franzosen, die auf den verletzten Luka Karabatic verzichten mussten, hatten in der Abwehr oft Probleme mit ihren schnellen und wendigen Gegenspielern und scheiterten im Angriff immer wieder an Palicka. Der 34-Jährige vom Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen sorgte mit seinen Paraden dafür, dass der EM-Zweite von 2018 zur Pause mit drei Toren vorne lag und nach dem Wechsel nicht mehr in Bedrängnis geriet.

Kurz nach Wiederbeginn verkürzte Frankreich auf 17:16 (34.), danach aber konterte erst Wanne mit zwei Treffern. In Überzahl erhöhten die Schweden anschließend auf 20:16 (38.) und blieben bis zum Schlusspfiff so konsequent in ihren Aktionen, dass die Führung nicht mehr in Bedrängnis geriet. Für eine unschöne Szene sorgte Frankreichs Adrien Dipanda, der seinen Gegenspieler Jim Gottfridsson mit der Hand im Gesicht erwischte und dafür die Rote Karte sah (51.).

Quelle: ntv.de, tsi/dpa

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