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Feind heißt Selbstzufriedenheit Sieg in Moskau Pflicht

Lässige Schnoddrigkeit und eine überschüssige Portion Schönspielerei mag schon seit langem ein insgeheimes Markenzeichen von Borussia Dortmund sein. Nun schlägt auch noch die Statistik negativ zu Buche. Vier Niederlagen aus den letzten fünf Spielen lassen vor dem Auftakt der Champions-League-Zwischenrunde bei Lokomotive Moskau bei Trainer Matthias Sammer die Alarmglocken läuten.

„Ich sehe kein Gift und keine Galle mehr in den Augen meiner Spieler, sondern nur noch Selbstzufriedenheit“, klagte der Borussen-Coach und sprach nach dem 0:2 beim VfL Wolfsburg zugleich Klartext: „Die Selbstzufriedenheit war schon immer unser größter Feind. Der will sich nun wieder einschleichen - das müssen wir verhindern.“

Angesichts solch hochkarätiger Gruppen-Konkurrenten wie Real Madrid und AC Mailand ist ein Sieg beim frisch gekürten russischen Meister fast schon Pflicht. Doch mit der mäßigen Form der vorigen Wochen könnte das hehre Ziel vom Viertelfinale der Champions League schnell in weite Ferne rücken.

Zumindest personell besteht kein Grund zur Schwarzmalerei. Zwar kehrten Nationalspieler Christoph Metzelder (Oberschenkel-Prellung) und Kapitän Stefan Reuter (Knieprobleme) mit Blessuren aus Wolfsburg zurück, dürften dem Coach aber wieder zur Verfügung stehen.

Während auch die Moskauer, die in der ersten Gruppenphase der Champions League immerhin den FC Brügge und Galatasaray Istanbul ausschalten konnten, keine Verletzungssorgen plagen, steht ein ganz anderes Problem vor den Spielern beider Teams: die Kälte.

Für die Partie in Moskau, wo die Mannschaft am Montagmittag nach einem zunächst abgebrochenen Landeanflug verspätet eintraf, erwarten die Meteorologen zwar einen wolkenfreien Himmel, aber Temperaturen bis Minus zehn Grad Celsius. Lediglich die Rasenheizung sorgt etwas für Abhilfe.

Pech hatte vorab Sebastian Kehl. Der Ex-Freiburger verpasste den Abflug und traf erst am Abend in Moskau ein. Die große Aufregung um die Verspätung des Mannschaftskollegen hielt Kapitän Stefan Reuter für überzogen: „Das ist doch nur allzu menschlich und kann jedem passieren.“

Quelle: ntv.de

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