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Sportler seit 2016 gelähmt Skispringer Müller kann wieder laufen

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2018 kehrte Lukas Müller an die Schanze am Kulm in Österreich zurück. Dort war er 2016 schwer verunglückt.

(Foto: imago/Eibner)

Anfang 2016 verunglückt der Skispringer Lukas Müller beim Training schwer. In einer Not-OP können die Ärzte ihn zwar retten, aber der damals 24-Jährige bleibt querschnittsgelähmt. Nun postet der Sportler ein Video. Und das zeigt ihn ohne Rollstuhl und ohne Krücken.

Gut dreieinhalb Jahre nach seinem schweren Sturz hat der österreichische Ex-Skispringer Lukas Müller erste Schritte ohne Hilfsmittel gemacht. Der 27-Jährige postete ein entsprechendes Video bei Facebook. Müller war im Januar 2016 schwer gestürzt und daraufhin inkomplett querschnittgelähmt. Inkomplett bedeutet: Das Rückenmark ist nicht vollständig durchtrennt, eine Restsensibilität in den Beinen ist noch vorhanden.

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In seinem Post schreibt der ehemalige Sportler nun: "Das ist das unglaubliche Resultat, wenn es Menschen gibt, die noch mehr an dich glauben als du selbst." Müller bedankte sich insbesondere bei seiner Physiotherapeutin Stefanie Füreder mit den Worten: "18 Monate voller harter Arbeit, Tränen, Erfolge und so viel Irrsinn, einige Überraschungen und eine sehr spezielle Freundschaft."

Am 13. Januar 2016 war der Junioren-Weltmeister beim Vorspringer-Training am Kulm in Österreich im dichten Schneetreiben und mit mehr als 100 Stundenkilometern auf den Vorbau der Schanze gestürzt. Dabei brach er sich den sechsten und siebten Halswirbel. Der Sturz kostete ihn fast sein Leben. Bei einer Not-Operation konnten die Ärzte den Sportler zwar retten, aber schnell war klar: Müller wird teilweise querschnittgelähmt bleiben und damit fortan auf einen Rollstuhl angewiesen sein.

Aufgegeben hat er dennoch nicht und trainierte hart. Das Gefühl in den Beinen kam zurück, schließlich konnte er mit Hilfe von Krücken stehen. Auch mental gab sich Müller trotz mancher Rückschläge stark: Zwei Jahre nach dem Unfall kehrte er sogar zur Unglücksschanze zurück. "Dass ich an den Ort des Geschehens zurückkomme, das gehört zur Aufarbeitung mit dazu", sagte Müller damals.

Quelle: n-tv.de, kpi/dpa

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