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"Wie bei Hase und Igel" Skispringerin Vogt kann nur die großen Titel

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Vogt springt wieder einmal ins Rampenlicht.

(Foto: REUTERS)

Weltcup? Sollen die anderen gewinnen. Aber Weltmeisterschaften oder Olympische Spiele - das sind die Wettbewerbe für Carina Vogt. Ganz zum Verdruß der Favoriten aus Japan.

Carina Vogt ist bei den großen Skisprung-Wettbewerben der Frauen weiter das Maß der Dinge. Die 25-Jährige gewann bei der Weltmeisterschaft im finnischen Lahti die Goldmedaille. Damit verteidigte die amtierende Olympiasiegerin zugleich ihren Titel. "Mir kommt es vor wie bei der Geschichte vom Hasen und dem Igel. Im Weltcup gewinnen immer die anderen, aber wenn es darauf ankommt, ist Carina ganz vorne", sagte Bundestrainer Andreas Bauer. Vogt hat in ihrer Karriere erst zwei Weltcups gewonnen. Auch nun lag sie nach dem ersten Durchgang nur auf dem dritten Rang.

"Ich habe von Sprung zu Sprung gekämpft auf dieser Schanze und mich verbessert. Und dann sind mir wie immer im Wettkampf wieder die beiden besten Sprünge gelungen. Es ist unglaublich", sagte sie unter Tränen.

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Vogt bejubelt das nächste Karriere-Highlight.

(Foto: imago/GEPA pictures)

In Finnland verwies sie die favorisierten Japanerinnen Yuki Ito  (252,6) und Sara Takanashi (251,5) auf die Plätze. Vogt flog auf 98,5 und 96,5 Meter und kam damit auf 254,6 Punkte. Überfliegerin Takanashi, die mit 53 Siegen im Weltcup einen einsamen Rekord hält, muss somit weiter auf ihren ersten großen Einzel-Titel warten und hatte einmal mehr auf der ganz großen Bühne das Nachsehen. Schon bei Olympia 2014 in Sotschi und der WM 2015 in Falun hatte sie Nerven gezeigt - und musste sich in beiden Wettbewerben Vogt geschlagen geben.

Über ein glänzendes WM-Ergebnis durfte sich auch Svenja Würth als Sechste freuen. Die 23-Jährige aus Baiersbronn hätte mit besseren Landungen sogar eine Medaille erreichen können. "Svenja hat noch mehr Potenzial, sie bricht die Sprünge noch zu früh ab", sagte Bauer.

Katharina Althaus (Oberstdorf), die zwei Wochen vor der WM ihren ersten Weltcupsieg gefeiert hatte, blieb dagegen als Achte etwas hinter den Erwartungen zurück. Die erst 18 Jahre alte Gianina Ernst (Oberstdorf) belegte den 25. Rang. Ramona Straub (Langenordnach) verpasste auf Rang 33 als einzige Starterin des DSV-Quintetts den zweiten Durchgang.

Quelle: n-tv.de, jwu/sid/dpa

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