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Doppel-Erfolg in New York Soares besiegt Corona und gewinnt US-Open

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Bruno Soares (links) und Mate Pavic siegten souverän.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zwei Wochen lag er wegen einer Corona-Infektion flach, konnte nicht trainieren. Doch das sollte Bruno Soares nicht davon abhalten, mit seinem Doppelpartner Mate Pavic in das Finale der US-Open zu ziehen. Ihren Gegnern lassen sie keine Chance.

Der brasilianische US-Open-Sieger im Doppel, Bruno Soares, war kurz vor dem Turnier an Covid-19 erkrankt. Das machte der 38-Jährige nach seinem Finalerfolg mit Mate Pavic öffentlich. Das Duo aus Kroatien und Brasilien hatte zuvor die an Nummer acht gesetzten Wesley Koolhof/Nikola Mektic (Niederlande/Kroatien) mit 7:5, 6:3 bezwungen. "Ich hatte heftige zwei Wochen, als ich Corona hatte. Ich konnte daher nicht viel trainieren, bevor wir hierherkamen", sagte Soares in der Pressekonferenz.

Der erste Satz des Finalspiels war über weite Strecken ausgeglichen, Pavic/Soares hatten am Ende aber dank eines Break mit 7:5 die Nase vorne. Das zweite Break zum 4:2 im zweiten Satz sorgte dann für die Vorentscheidung. Nach exakt eineinhalb Stunden verwandelte das ungesetzte Doppel seinen ersten Matchball. Für ihren souveränen Sieg bei dem Grand-Slam-Turnier in New York erhalten Pavic und Soares ein gemeinsames Preisgeld von 400.000 US-Dollar. Koolhof und Mektic bekommen 240.000 Dollar.

Sowohl Soares als auch der elf Jahre jüngere Pavic hatten zuvor bereits Grand-Slam-Titel mit anderen Partnern geholt: Soares triumphierte 2016 mit Jamie Murray (Großbritannien) bei den Australian Open und den US Open, Pavic gewann 2018 bei den Australian Open mit dem Österreicher Oliver Marach den Titel. Nach dem Turniersieg beim Masters in Shanghai im vergangenen Jahr ist es ihr zweiter gemeinsamer Titel.

Die kolumbianischen Titelverteidiger Juan Sebastian Cabal und Robert Farah waren ebenso wie die deutschen French-Open-Champions Kevin Krawietz und Andreas Mies bei den US Open in diesem Jahr im Achtelfinale gescheitert.

Erste Finalistin bei den Frauen steht fest

Bei den Frauen erreichte unterdessen Naomi Osaka aus Japan zum dritten Mal in ihrer Karriere das Endspiel eines Grand Slams. Die an Nummer vier gesetzte ehemalige Weltranglistenerste besiegte die aufstrebende Jennifer Brady (USA), die im Achtelfinale Angelique Kerber ausgeschaltet hatte, in einem temporeichen Match mit 7:6 (7:1), 3:6, 6:3. Sie trifft am Samstag (22.00 Uhr MESZ/Eurosport) auf Serena Williams (USA/Nr. 3) oder Wiktoria Asarenka (Belarus).

Ihre beiden bisherigen Grand-Slam-Endspiele hatte Osaka jeweils gewonnen: 2018 bezwang sie bei den US Open in einem denkwürdigen Match Serena Williams, nur wenige Monate später setzte sie sich bei den Australian Open 2019 gegen die Tschechin Petra Kvitova durch. Davor und danach war sie bei den vier Major-Turnieren nicht über das Achtelfinale hinausgekommen.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa/sid