Sport

Ski-WM in Lahti Sommerfeldt sensationeller Zweiter

Der Erfolg der deutschen Athleten in Lahti hält an. Rene Sommerfeldt aus Oberweißenbrunn hat im 50km-Langlauf überraschend Silber gewonnen. Der für Spanien startende Grainauer Johann Mühlegg ist Gewinner der Goldmedaille.

Die letzte Langlauf-Entscheidung der WM ließ lange auf sich warten. Wegen eiskalter Temperaturen weit unter minus 20 Grad, musste der Start des Rennens auf den Mittag verschoben werden. Johann Mühlegg beeindruckte durch eine stark kämpferische Leistung und kam nach 2:05:27,2 Stunden über die Ziellinie. Nur knapp zwei Minuten hinter ihm erreichte Rene Sommerfeldt das 50-Kilometer-Finish.

Der 26-Jährige vom WSV Oberweißenbrunn holte nach einem famosen Rennen das erste deutsche Lauf-Edelmetall bei einer Weltmeisterschaft seit 1974. Bronze ging an den Russen Sergej Krianin.

Zum Abschluss der Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Lahti holte indes das deutsche Springer-Team Bronze. Bei der Premiere der Teamkonkurrenz von der Normalschanze gewann Österreich mit 953,5 Punkten vor dem um zwei Zählern geschlagenem Gastgeber Finnland. Martin Schmitt (Furtwangen), Sven Hannawald (Hinterzarten), Alexander Herr (Rohrhardsberg) und Michael Uhrmann (Rastbüchl) belegten mit 911,5 Punkten Rang drei.

Schon am Samstag hatten die deutschen Athleten in Lahti groß abgeräumt. Neben der erfolgreichen Titelverteidigung der Mannschaft im Skispringen, vergoldete Marko Baacke vom SC Ruhla für die Kombinierer seine sensationellen Leistungen.

Auf der Großschanze des finnischen Wintersportortes segelte das Springer-Team der Konkurrenz davon. Mit 939,8 Punkten gewannen sie mit gut 40 Zählern Vorsprung souverän vor Gastgeber Finnland. Auch die Drittplazierten aus Österreich konnten den Deutschen im Wettbewerb zu keiner Zeit Paroli bieten.

Wesentlich spektakulärer verlief der Wettkampf der Nordischen Kombination. Marko Baacke holte überraschend den Weltmeistertitel und darf sich ebenfalls mit Gold schmücken. Sein Teamkollege Ronny Ackermann aus Oberhof gewinnt die Bronzemedaille hinter dem Finnen Samppa Lajunen.

Nachdem sich der 21-jährige Baacke im Springen von der Großschanze noch mit Platz zwei begnügen musste, ließ er im Langlauf alle Konkurrenten hinter sich. In 19:45,3 Minuten siegte der Junioren-Vizeweltmeister des Vorjahres mit 6,2 Sekunden Vorsprung vor Lajunen. Als Dritter sicherte sich der Oberhofer Ronny Ackermann mit 9,7 Sekunden Rückstand auf den Sieger Bronze.

Erstmals seit 16 Jahren hat somit wieder ein Deutscher den Kombinations-Titel gewonnen. 1985 hatte der heutige Bundestrainer Hermann Weinbuch Gold in dieser Disziplin errungen. An der vollbesetzten Rennstrecke kannte die Freude von Weinbuch keine Grenzen, als seine Schützlinge die Ziellinie passierten. "Das war ein Superrennen. Wir wussten, dass die Jungs gut drauf sind. Jetzt haben sie es endlich rübergebracht", jubelte er über den Erfolg.

Die anderen deutschen Athleten konnten nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Georg Hettich aus Schonach-Rohrhardsberg wurde 13., Jens Deimel aus Winterberg belegte den 15. Platz.

Quelle: n-tv.de

Mehr zum Thema