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Dänen locker, Pleite für HanningSpektakel-Spiel sorgt für Torrekord bei der EM

16.01.2026, 23:07 Uhr
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Bob Hanning und seine Italiener halten gegen Island nur zu Beginn mit. (Foto: IMAGO/ABACAPRESS)

Gastgeber Dänemark ist der haushohe Favorit bei der Handball-EM. Zum Auftakt gibt sich das Team um Welthandballer Mathias Gidsel keine Blöße. Ein Spektakel gibt es aber in anderer Halle - Torrekord inklusive. Viele Tore sieht auch Bob Hanning, allerdings gegen sich und seine Italiener.

Die von Bob Hanning trainierten Italiener sind mit einer erwartbaren Niederlage in die Handball-Europameisterschaft gestartet. Das Team des einzigen deutschen Nationalcoachs beim Turnier in Dänemark, Schweden und Norwegen unterlag zum Auftakt in Gruppe F in Kristianstad den hoch eingeschätzten Isländern mit 26:39 (12:21) und steht vor den verbleibenden Vorrundenpartien gegen Ungarn und Polen unter Druck.

Leo Prantner vom Hanning-Klub Berlin war mit sieben Toren der erfolgreichste Werfer der Italiener, die nach 28 Jahren ihr Comeback auf der EM-Bühne gaben. Bei den Isländern, die nie einen Zweifel an ihrer größeren Klasse ließen, trugen Gisli Kristjansson und Omar Ingi Magnusson von Champions-League-Sieger SC Magdeburg mit sieben beziehungsweise sechs Treffern zum klaren Erfolg bei.

Hanning trotz der erwartbaren Niederlage ernüchtert: "Das Spiel war nach 15 Minuten nicht vorbei, wir müssen 60 Minuten spielen." Sein Rückraumspieler Davide Bulzamini sagte: "Wir haben sehr gut angefangen und das gebracht, was wir vorbereitet hatten. Dann haben wir plötzlich Dinge gemacht, die weit weg von unserem Plan waren. Und gegen eine Mannschaft wie Island dürfen wir das nicht, wir müssen über das ganze Spiel ein gutes Niveau halten."

Gidsel und Pytlick brillieren

Druck hat auch Dänemark - wenn auch ganz anderer Natur. Der Co-Gastgeber, Topfavorit, Olympiasieger und Weltmeister will erstmals seit 2012 wieder Europameister werden. Die Mission begann vielversprechend: Gegen Nordmazedonien siegte das Starensemble um Welthandballer Mathias Gidsel vom deutschen Meister Füchse Berlin in Herning mit 36:24 (17:12). Gidsel gelangen acht Treffer, neun erzielte der Flensburger Simon Pytlick, der auch zum Spieler des Spiels gewählt wurde.

Auch Portugal, das bei der WM 2025 im Viertelfinale die deutsche Mannschaft aus dem Turnier befördert hatte, wurde in Dänemarks Gruppe B gegen Rumänien seiner Favoritenrolle vollauf gerecht und siegte mit 40:34 (23:15). Damit scheint vorgezeichnet, dass Dänemark und Portugal in die Hauptrunde einziehen - wo sie auf Deutschland treffen würden, wenn die Auswahl von Bundestrainer Alfred Gislason ihre eigenen Hausaufgaben erledigt.

Tor-Rekord sorgt für Spektakel

Noch mehr Tore als beim Sieg der Portugiesen bekamen die Zuschauer in Oslo geboten: Slowenien besiegte Montenegro in Gruppe D mit 41:40 (19:18) - 81 Tore fielen noch nie bei einer Männer-EM. Die bisherige Bestmarke erzielten Belarus und Island 2016 (39:38), das Turnier vor zehn Jahren in Polen gewann das deutsche Team. Der WM-Bestwert von 80 Toren aus dem Jahr 2003 wurde ebenfalls übertroffen - damals setzte sich Russland mit 42:38 gegen Rumänien durch. Die favorisierten Slowenen haben nun gute Chancen, in die Hauptrunde einzuziehen.

In derselben Gruppe D gab auch die zweite Paarung ein superspannendes Spiel ab: Die Färöer und die Schweiz trennten sich 28:28. Die vielen mitgereisten Färinger bejubelten den Punktgewinn wie einen Sieg. Schon bei der EM 2024 in Deutschland hatten die Fans von der kleinen Insel für gute Laune und einen Hype gesorgt.

Quelle: ntv.de, ara/sid

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