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PCR-Tests "sind authentisch" Staatsanwaltschaft springt Djokovic bei

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Novak Djokovic kann mal wieder einen kleinen Erfolg verbuchen.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Novak Djokovic erlebt einen schwierigen Januar: Der Weltranglistenerste verpasst nach langem juristischen Ringen das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres - und muss zuschauen, wie sein Rivale ein großes Ziel vor ihm erreicht. Immerhin läuft eine Strafanzeige im Zusammenhang mit seinen PCR-Tests ins Leere.

Die serbische Staatsanwaltschaft hat eine Anzeige zurückgewiesen, wonach der Tennis-Weltranglistenerste Novak Djokovic falsche PCR-Tests auf das Coronavirus für seine Einreise nach Australien benutzt habe. Die Ergebnisse der Tests seien authentisch, hieß es in einer Mitteilung der Behörde. "Es wurde festgestellt, dass Novak Djokovic mehrfach getestet wurde und dass die Bescheinigungen über die Testergebnisse vom 16.12.2021 und 22.12.2021 gültig sind." Vor wenigen Tagen war im Zusammenhang mit Djokovics Tests eine Strafanzeige gegen unbekannt erstattet worden.

Der nicht gegen Covid-19 geimpfte Djokovic hatte versucht, über eine Ausnahmegenehmigung an den Australian Open teilzunehmen. Er verwies darauf, dass er von einer Infektion genesen sei und führte dabei einen positiven Test vom 16. Dezember und ein negatives Zertifikat sechs Tage später an. Daran gibt es Zweifel. So schrieb der "Spiegel", dass der positive Coronatest, den Djokovic bei seiner Einreise vorgelegt hat und der der Grund für die Ausnahmegenehmigung war, möglicherweise an einem anderen Tag durchgeführt worden sein könnte. Demnach solle der von den Djokovic-Anwälten vorgelegte positive Test in einer serbischen Datenbank auf ein späteres Datum datiert sein und nicht vom 16. Dezember stammen - wie von Djokovic behauptet.

Djokovic selbst gab Mitte Januar während der laufenden Untersuchungen zum Status seiner Einreisegenehmigung ein Statement ab, in dem er einen "unabsichtlichen" Fehler in seinen Reiseunterlagen und in seinem Verhalten nach der angeblichen Coronavirus-Infektion einräumt. Dazu zählt, dass er im Dezember zwischen den beiden Tests ein Interview trotz der Kenntnis seines positiven PCR-Tests absolviert hatte. "Obwohl ich nach dem Interview nach Hause bin und mich für die vorgeschriebene Dauer in Isolation begeben habe, war das, nach genauerem Nachdenken, eine Fehleinschätzung und ich sehe ein, dass ich diese Verpflichtung hätte verschieben sollen."

Letztlich wurde ihm das Visum annulliert. Der Tennis-Star musste schließlich kurz vor Turnierbeginn abreisen. In Australien gelten strenge Corona-Regeln. Grundsätzlich dürfen nur vollständig geschützte Menschen einreisen. Beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres musste Djokovic also zuschauen, wie ausgerechnet Rafael Nadal den Titel holt - und sich mit dem 21. Sieg bei einem der vier Majors im Ringen um die historische Bestmarke wieder absetzt. Djokovic steht derzeit bei 20 Grand-Slam-Titeln. Als Erster die "21" zu erreichen, war eines der erklärten Ziele des Serben, der weiterhin um die Teilnahme an den drei übrigen Grand-Slam-Turnieren in Paris, Wimbledon und New York bangen muss, sollte er seine Impfentscheidung nicht überdenken.

Quelle: ntv.de, ter/dpa

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