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Platz sechs der ewigen Rangliste Steinruck läuft übers Flugfeld nach Tokio

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Das sieht gut aus für Olympia.

(Foto: Pool via REUTERS)

Der Marathon in Enschede soll den deutschen Läuferinnen den Weg nach Tokio weisen - und gleich drei Frauen unterbieten die Norm für die Olympischen Spielen. Ihren Platz sicher hat aber wohl nur eine aus dem Trio. Bei den Männern überragt der Weltrekordler.

Katharina Steinruck hat den Marathon in Enschede gewonnen und sich mit einer ganz starken Vorstellung wohl endgültig das Olympia-Ticket gesichert. Die 31-Jährige aus Frankfurt unterbot ihre bisherige Bestzeit um rund anderthalb Minuten und setzte sich mit 2:25:59 Stunden auf Platz sechs der "ewigen" deutschen Bestenliste. "Ich kann es gar nicht fassen. Ich bin komplett fertig, aber sehr glücklich, dass ich die magische Marke von 2:26 Stunden unterboten habe. Es war ein tolles Rennen", sagte Steinruck laut leichtathletik.de.

Bei den Männern meldete sich Weltrekordler Eliud Kipchoge sechs Monate nach seiner überraschenden Niederlage in London in alter Stärke zurück und zeigte sich bestens gerüstet für den Kampf um sein zweites Olympia-Gold. Der 36-Jährige siegte souverän in der Jahresweltbestzeit 2:04:30 Stunden und unterstrich damit seine Favoritenstellung für die Sommerspiele von Tokio (23. Juli bis 8. August).

Steinruck setzte sich auf dem Flugfeld der niederländischen Stadt vor Europameisterin Sara Moreira aus Portugal (2:26:42) durch. Platz drei ging an Rabea Schöneborn, die in 2:27:03 Stunden ebenfalls persönliche Bestzeit lief. Auch Laura Hottenrott blieb als Vierte mit Hausrekord von 2:28:02 deutlich unter der Olympia-Norm (2:29:30).

Marathon von Tokio in den Norden verlegt

Damit haben gleich sechs deutsche Läuferinnen den Tokio-Richtwert unterboten. Neben Steinruck dürfte Melat Kejeta (2:23:57) die besten Karten haben, Rabea Schöneborn liegt fast auf Augenhöhe mit ihrer Zwillingsschwester Deborah (2:26:55). Bester Deutscher Mann in Enschede war der EM-Elfte Tom Gröschel mit Bestzeit von 2:12:45 Stunden auf Platz elf.

Superstar Kipchoge, zuletzt im Oktober in London überraschend nur Achter in 2:06:49, blieb zwar deutlich über seiner Weltrekordzeit von Berlin 2019 (2:01:38), lief aber offensichtlich nicht am Anschlag. Sein zweitplatzierter Landsmann Jonathan Korir (2:06:40) folgte mit deutlichem Abstand.

"Ich habe meine Mission heute erfüllt, das war der echte und eigentliche Test für Tokio", sagte Kipchoge. Eigentlich hatte er in der Vorwoche in Hamburg laufen wollen, das Rennen war aber wegen der Corona-Pandemie kurzfristig abgesagt worden. Die olympischen Marathons finden am 7. (Männer) und 8. August (Frauen) statt, Austragungsort ist wegen der Hitze in Tokio das nordjapanische Sapporo.

Quelle: ntv.de, tsi/sid

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