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Dämpfer im Slalom-Weltcup Straßer verbockt's in Schladming doppelt

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Kein erfolgreicher Abend.

(Foto: dpa)

Linus Straßer ist Deutschlands bester Slalomfahrer. Doch in Schladming ergeht es ihm wie eine Woche zuvor in Flachau: Ein Fahrfehler beendet jegliche Hoffnung auf ein gutes Resultat. Für die Formsuche bleibt vor den Weltmeisterschaften nicht mehr viel Zeit.

Skirennläufer Linus Straßer hat sich einen ungünstigen Zeitpunkt für eine kleine Formkrise ausgesucht. Knapp zwei Wochen vor Beginn der WM in Cortina d'Ampezzo kam der Münchner im zweiten Slalom nacheinander nicht ins Ziel. Neun Tage nach seinem Ausfall im ersten Lauf beim Weltcup in Flachau scheiterte der 27-Jährige beim legendären "Nightrace" auf der Planai in Schladming im Finale.

"Das ist keine Krise, da muss man jetzt auch ganz cool bleiben", beteuerte Straßer, der zu Monatsbeginn in Zagreb gewonnen und in Adelboden Rang zwei belegt hatte, im Bayerischen Rundfunk, und ergänzte: "Es geht nicht immer nur hinauf, es kann auch mal schwierige Phasen geben". Er freue sich nun auf die zwei Slaloms am kommenden Wochenende in Chamonix/Frankreich, die letzten vor der WM (8. bis 21. Februar). Danach gelte es, sich "in Ruhe auf die WM vorzubereiten".

Bei anhaltendem Schneetreiben über der Planai, wo sich sonst an die 50.000 Zuschauer tummeln, gewann der Österreicher Marco Schwarz als Erster einen zweiten Slalom in diesem Winter. Platz zwei und drei belegten die Franzosen Clement Noel (+0,68 Sekunden) und Alexis Pinturault (+0,82).

Noch keine Einheit mit dem Material

Straßer hatte nach dem missratenen ersten Lauf, nach dem er als 27. gerade noch ins Finale eingezogen war, nicht nach Ausreden suchen wollen, allerdings auch um Verständnis geworben. "Mir ist in den letzten zwei Rennen ein bisschen die Luft ausgegangen", sagte er.

Ein Grund für die Schwächephase: Straßer hatte wegen einer Entzündung der Quadrizepssehne drei Monate pausieren müssen und erst Mitte November ins Training einsteigen können. Dadurch fehlte ihm unter anderem wertvolle Zeit zum Austesten des passenden Materials für alle Bedingungen.

Auch ARD-Experte Felix Neureuther erkannte, dass sein einstiger Zimmerkollege derzeit nicht in bester Verfassung ist. "Linus hat nicht das hundertprozentige Setup gefunden", analysierte er, außerdem fehle ihm "die Spritzigkeit und die Leichtigkeit".

Ehe Straßer zum ersten Mal seit den Rennen in Kitzbühel und Schladming im Januar 2019 zum zweiten Mal nacheinander ausfiel, hatten schon die anderen deutschen Läufer einpacken müssen: Sebastian Holzmann (33.) und David Ketterer (41.) verpassten das Finale, Julian Rauchfuß und Anton Tremmel schieden im ersten Lauf aus.

Quelle: ntv.de, tsi/sid