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Australian Open erst im Februar Tennis-Profis droht langer Winterschlaf

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Bis Kerber wieder angreift, kann es noch dauern.

(Foto: imago images/Hasenkopf)

Die Tennis-Saison beginnt traditionell mit den Australian Open. Doch im kommenden Jahr könnte alles anders sein, denn das Turnier ist um drei Wochen verlegt. Was vorher stattfindet, ist noch völlig unklar. Der Winter könnte für Angelique Kerber und Co. ganz schön lang werden.

Angelique Kerber wuchtet eine Langhantel in die Höhe und bringt ihre Oberschenkel mit Ausfallschritten zum Brennen. "Jetzt wird es ernst", schrieb die dreimalige Grand-Slam-Siegerin bei Instagram zu ihrer gerade begonnenen Vorbereitung, die sich allerdings noch ziemlich lange hinziehen könnte. Die Australian Open, erstes Tennishighlight des Jahres 2021, sollen erst mit drei Wochen Verspätung am 8. Februar anfangen. Eine offizielle Bestätigung liegt noch nicht vor, doch Turnierchef Craig Tiley hat laut australischen Medien die Spieler bereits in einem Schreiben über die "großartigen Neuigkeiten" der erreichten Einigung informiert. Diese dürfte den Kalender der ATP und WTA für das Frühjahr durcheinanderwirbeln.

Ursprünglich sollte das erste Grand-Slam-Turnier der Saison am 18. Januar in Melbourne starten, aufgrund der strengen Einreisebeschränkungen in Coronazeiten konnte dieser Termin aber nicht gehalten werden. Behörden, die Veranstalter, die Spielergewerkschaften ATP und WTA sowie die TV-Rechtehalter aus Down Under lieferten sich zuletzt ein wochenlanges Tauziehen, das nun offenbar beendet ist.

Laut der Berichte erwägt Victoria eine Einreisegenehmigung für die Spielerinnen und Spieler vom 15. bis zum 17. Januar. Die Profis müssten dann zwar die obligatorische 14-tägige Quarantäne einhalten, in diesem Zeitraum sollen ihnen jedoch mit zunehmender Zeit und fortlaufenden Tests immer umfangreichere Trainingsmöglichkeiten eingeräumt werden. Victorias Premierminister Daniel Andrews betonte, es gelte angesichts der wenigen Coronafälle in Australien sicherzustellen, dass sich das Virus nicht bei dem Event ausbreiten könne: "Und ich denke, das können wir." Ganze elf Neuinfektionen verzeichnete das gesamte Land am Mittwoch.

Andere Events im Januar?

Tiley hatte ursprünglich vorgeschlagen, dass sich die Spieler ab Mitte Dezember in Australien aufhalten sollten, um dort vor dem Start des Grand-Slam-Events noch Vorbereitungsturniere spielen zu können. Dieser Plan wurde abgelehnt. Bei einer Ankunft Mitte Januar und einem Start am 8. Februar bliebe bei Einhaltung der Quarantäne nun zumindest eine Woche für mögliche Vorbereitungsturniere. Ob die entstehende Lücke im Januar von anderen Events ausgefüllt wird - zuletzt waren dafür Doha und Dubai im Gespräch - ist noch nicht bekannt.

Die Veranstalter in Melbourne sind derweil bemüht, die Attraktivität ihres Turniers auf einem hohen Level zu halten. Laut der Tageszeitung "The Age" könnte das Turnier den Spielern mitsamt ihres Staffs die Kosten unter anderem für Charterflüge, eine Quarantäneunterbringung sowie die späteren Unterkünfte abnehmen. Das Vorjahrespreisgeld von 71 Millionen Australischen Dollar (Rund 43 Mio. Euro) soll zudem erneut erreicht werden und dabei die Verteilung zugunsten der ersten Runden verändert werden. Für die Profis bedeuten die Neuigkeiten, dass sie nun ein Stück mehr Planungssicherheit haben. Kerber, die seit Ende September kein Tourmatch mehr absolviert hat, und Alexander Zverev als beste deutsche Tennisspieler werden versuchen, in Melbourne ihre Bestform zu erreichen. Kerber stemmte den mächtigen Silberpokal bereits 2016 in die Höhe, Zverev stand in diesem Frühjahr erstmals im Halbfinale.

Quelle: ntv.de, Peer Lasse Korff, sid

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