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Arbeitstitel "Europa League 2" Uefa beschließt dritten Europapokal

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Die Uefa wird in der Saison 2021/2022 einen dritten europäischen Wettbewerb einführen.

(Foto: imago/Mandoga Media)

Bislang treffen die Spitzenklubs Europas in der Champions League und der Europa League aufeinander. Ab der Saison 2021/2022 kommt ein weiterer Wettbewerb hinzu, in dem pro Saison 32 weitere Teams antreten und einen europäischen Titel untereinander ausspielen.

Die Uefa will die Zahl der Europacup-Teilnehmer auf fast 100 Klubs erhöhen und führt dafür ab der Saison 2021/2022 einen dritten Europapokal-Wettbewerb ein. Das neue Format, das neben der Champions League und der Europa League ausgetragen wird, wird 32 Teilnehmer haben, teilte die Uefa mit. Als Arbeitstitel trägt der neue Wettbewerb den Namen "Europa League 2" (EL 2).

"Es wird mehr Spiele für mehr Vereine geben, wobei in den Gruppenphasen mehr Verbände vertreten sind. Dieser Wettbewerb wurde aus dem laufenden Dialog mit den Klubs über die European Club Association geboren", sagte Uefa-Präsident Aleksander Ceferin. Andrea Agnelli, Chef der europäischen Vereinigung der Topklubs (ECA), begrüßte die Entscheidung. Der Beschluss stelle die faire Entwicklung der Klub-Wettbewerbe sicher und sichere dem Fußball die Rolle als Sport Nummer eins in der Welt.

Die Fußball-Königsklasse bleibt mit ihren 32 Teilnehmern von der Reform unberührt. Aus der Europa League gehen 16 der bisher 48 Teams in den dritten Cup, an dem dann wie in Champions League und Europa League insgesamt 32 Mannschaften teilnehmen werden. Die Zahl aller Vereine in den Europapokal-Wettbewerben erhöht sich damit von 80 auf 96 Teams.

Die 32 Teams in der neuen "Europa League 2" werden auf acht Gruppen aufgeteilt. Nach der Gruppenphase der EL 2 spielen die Gruppenersten und -Zweiten mit den Gruppendritten der Europa League eine K.o.-Runde. Die Sieger setzen den neuen Wettbewerb dann im Achtelfinale fort.

Ein Teilnehmer aus der Bundesliga dabei

Aus der Bundesliga wird nur der jeweilige Sechste oder Siebte der Tabelle der Vorsaison in dem neuen Wettbewerb vertreten sein, der bislang über drei Qualifikations-Runden in die Europa League einziehen konnte. Nun kann sich dieser Club über eine Playoff-Runde für die Gruppenphase des neuen Wettbewerbs qualifizieren. In der Champions League werden weiter vier deutsche Clubs vertreten sein. In der Europa League dann nur noch zwei statt maximal drei, inklusive Pokalsieger. Nach der Gruppenphase der EL 2 spielen die Gruppenersten und -Zweiten mit den Gruppendritten der Europa League eine K.o.-Runde. Die Sieger setzen den neuen Wettbewerb dann im Achtelfinale fort.

Die Einführung soll speziell den Teams aus kleineren Fußball-Verbänden die Möglichkeit zur Partizipation an den prallen Geldtöpfen des europäischen Club-Fußballs geben. Gespielt wird in dem Wettbewerb in der Gruppenphase wie in der Europa League donnerstags. Das Finale soll jeweils zum Saisonende in einer Woche mit den Endspielen der Champions League und der Europa League stattfinden. Der Sieger qualifiziert sich für die Europa League in der kommenden Saison.

Bis 1999 wurde der Europapokal der Pokalsieger als weiterer Cupwettbewerb neben der Champions League und dem damaligen Uefa-Pokal veranstaltet, dann allerdings ersatzlos gestrichen. Die nationalen Cup-Gewinner treten seither in dem 2010 von UEFA-Pokal in Europa League umbenannten Wettbewerb an.

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa